Sonntag, 15. Januar 2012

Tag 07-10: Hong Kong, The Peak und Lamma

Hallo,

ja was gibts von den letzten Tagen noch zu berichten. Die Fahrt nach Hong-Kong verging also recht rasch und die Eindrücke in Hong-Kong waren dann total anders.

Hong-Kong ist ja erst 1997 an China zurück übergeben worden und besitzt deshalb noch immer einen deutlich britischen Charme. Beinahe alles dort ist immer Englisch und Chinesisch ausgeschrieben und ich würde sagen, dass an die 90% der Bevölkerung auch Englisch sprechen bzw zumindest so viel, dass man überall nach Auskunft fragen kann. Ich habe jedenfalls niemanden getroffen, der nicht Englisch konnte.

Ja die Ankunft im Hotel war recht angenehm. Ich wurde mal gratis auf eine höhere Stufe upgegraded und durfte deshalb mein Zimmer im 32 Stockwerk beziehen. Die Aussicht war deshalb dementsprechend überwältigend. Ein schöner Blick über den Hong-Kong Hafen bzw über die New Terretories und Kowloon, der gegenüberliegende Teil zu Honk-Kong Island.

Eingecheckt, das Gepäck abgestellt und mal kurz umgezogen ging es dann in die Stadt auf Erkundungstour. Ziel war das Exhibition Center. Schon auf dem Weg dorthin gabs viel zu sehen. Fischhändler, die alle Arten von Fisch in allen möglichen Zubereitungsarte verkaufen. Ein Geruch ist das muss ich sagen. Getrockener und gesalzener Fisch überall in der Luft. Aber nicht nur Fisch. Auch Gemüse und Gewürzhändler Stand an Stand. Ein Wunderland für all jene, die gerne mal ihre Gewürze selbst beim Händler kaufen wollen.

Zum Center gings per Bim. Wie auch in London fahren hier Doppeldecker Busse und Bims. Und auch auf der falschen Seite ;-) Downtown Hong-Kong und der Business District ist ein Wahnsinn. Wolkenkratzer reiht sich an Wolkenkratzer, überragt von den großen von HSBC und dem Bank of China Tower. Architekten haben hier glaub ich eindeutig was zu sehen. Nebst den ganzen Gebäuden sieht man auch Baukräne noch und nöcher. Neue Wolkenkratzer schießen hier aus dem Boden wie anderswo das Gras.

Witzig beim Bim fahren war ein spezielles Sign in der Bim: No Spitting :D
Wer die Chinesen kennt, weiß warum. Die Mannieren sind nicht so wie bei uns. Gespuckt wird immer und überall. Egal wo. Deshalb hat das Schildchen durchaus seine Daseinsberechtigung. Wer beim Essen mal einem Chinesen zugehört hat, wird wissen wovon ich rede. Schmatzen, Schlürfen, Spucken, etc. ... ein Wahnsinn. Aber man gewöhnt sich ja an vieles.

Am nächsten Tag ging es dann recht früh schon zum Hong-Kong-Park, einer recht schönen Parkanlage die anlässlich der Olympischen Spiele renoviert wurde. Von dort aus fährt dann auch die Bim zum Peak hinauf, dem Aussichtspunkt über Hong-Kong. Dieser liegt wenig unter dem Victoria Peak, ich glaube knappe 550m hoch. Von dort oben hat man eine super Aussicht über ganz Hong-Kong, sieht bis weit in die New Terretories rein und kann auch einen Blick auf die Nachbarinseln werfen, wie zB Lamma. Leider war bei mir das Wetter nicht so gut. Bewölkt, etwas neblig und vor allem diesig. Fotos sind deshalb nicht so gut geworden.

Am Retourweg musste ich dann mal Ansichtskarten kaufen. 22 an der Zahl wohlbemerkt. Diese dann geschrieben und frankiert gings damit am späteren Abend nach Kowloon um sie irgendwo am Weg loszuwerden.
Kowloon ist definitv einen Besuch wert. Vor allem wegen den Museen die an der Promenade entlang gelegen sind, wegen dem super Ausblick auf Hong-Kong Island, wegen dem Ladies-Market - einer riesen Fußgängerzone die ein Traum für jede Frau ist, und dem Kowloon Park.

Den Ladies-Market musste ich aufsuchen, weil Michi mir aufgetragen hatte, eine Handtasche für sie zu kaufen. Wer mich kennt weiß genau wie viel Ahnung ich von sowas habe. Also ging ich halt mal los und informierte mich darüber, wie denn diese gewünschte Tasche so aussieht. Aber am Markt vor gefühlten 1000 Handtaschen stehend gab ich dann auf. Einige Mädls dort halfen mir dann dabei, die gewünschte Marke zu identifizieren und dann gings ans Handeln. Ich kann nur sagen: ein Spaß den man mal erlebt haben muss. Von ursprünglich 1800 HKD kann man schön runterhandeln. Gegangen bin ich mit der Tasche in der Hand und 220 HKD weniger. Wohl ein nicht so schlechtes Geschäft gewesen. Oder vielleicht doch, ich weiß es nicht. Aber das zahlt eh Michi. Und sie ist bis jetzt zumindest mal sehr dankbar für die Tasche. Dürfte wohl gepasst haben.

Danach gings dann an die Promenade zurück. Dort startet jeden Abend um 8 eine Lichtershow die mit Musik hinterlegt ist. Die Hochhäuser von Hong-Kong werden dazu im Takt beleuchtet und auf den Dächern der Tower sind Laser angebracht, mit denen der ganze Himmel ausgeleuchtet wird. Wirklich sehr sehenswert kann ich nur sagen.

Nach diesem Spektakel gings in ein sehr gutes und nettes Lokal dort in der Nähe. Mit Ausblick über Hong-Kong genoss ich dann sehr gutes chinesisches Essen. Honey-glazed Pork. Lecker.

Bevor ich dann noch abreiste, wollte ich noch mehr von typisch chinesischer Kultur sehen und fuhr deshalb auf die Nachbarinsel Lamma. Diese ist lediglich ein größeres Fischerdorf mit einem Kohlekraftwerk nebenan. Das Kraftwerk an sich stört aber nicht. Man sieht es nur von einer Seite der Insel aus. Der Rest ist davon unberührt. Dort gibt es keine Autos und somit keine solche Hektik wie in Hong-Kong. Richtig angenehm. Ich wanderte dort dann einmal quer über die Insel, einen ca. 5km langen Pfad entlang. Dort gings also nun quer durch die Pampa. Am Ende dieses Pfades lag dann wieder ein Fischerdorf und ein sehr schöner aus dem frühen 19. Jh. stammender, jetzt renovierter Tempel.

Nachdem der Tempel besichtigt wurde und ich den Fischermarkt angeschaut hatte, gings zurück nach Hong-Kong um dort noch einmal nach Kowloon zu kommen und in die Einkaufszentren zu gehen. Zentren wie Seiersberg oder die SZS sind wohl etwas kleines im Gegensatz zu diesen Dingern ;-)

Mit einem letzten Spaziergang durch den Park von Kowloon endete dann auch schon mein Aufenthalt dort in Hong-Kong.

Um ca. 20 Uhr gings dann Richtung Flughafen. Dort genoss ich dann in der Diners Club Lounge ein sehr nettes und gutes letztes chinesisches Abendessen, bevor mich der größte "Vogel" der Erde, der Airbus A380-800 nach Dubai brachte. Ich kann nur sagen: eine neue Art zu reisen bzw zu fliegen, die ihresgleichen sucht. Keine Boing 747 bzw 777 hatte bis jetzt so viel Platz geboten wie dieser Brummer.

Tja, und nach einem sehr langen Tag (von ca. 9:00 am 12.01. Hong-Kong Zeit bis 1:30 am 14.01. Wiener Zeit) gings dann endlich ins Bett zum Schlafen.

Alles in allem: China und Hong-Kong sind jedenfalls einen Tripp wert!

Die Bilder zu Hong-Kong und Lamma findet ihr hier: Flickr.

So long,
Harald

Ausblick vom Hotel

Einkaufsstraße

Need anything?


Skyscraper Nr. 1


They love to build there!

Convention & Exhibition Center


:D

Wird wohl nass geworden sein ;-)

Indischer Rubber-Tree (Gummi-Baum)

was ist jetzt temproär?

Aja

Tja, nach Macau auch noch in Hong-Kong

Bruce Lee

Werkstatt

Kunsthandwerk

Ladies Market: will jemand eine Tasche?

Ladies Marekt

Hong-Kong @ Night



Lamma Island

Ein Litter für was ...?

LOL

Mittagessen ;-)



Bezauberndes Hotel in Lamma

Mit anschließendem Strand

Was das ist, weiß ich leider nicht.

Tja, Arbeit stillgelegt für heute.

Sondereinsatzkommande auf chinesisch

hä?

Ich boulder gerne. Dort fallen Blöcke so vom Himmel.

Bitte was soll das sein?

Tempel


Die First Street ... und auch die einzige


Tempeldach

Dienstag, 10. Januar 2012

Tag 05-06: Auf zu neuen Welten: das kleine Portugal im Osten!

[08.01. - 10.01. (Abreise nach Macau, Macau und die Anreise nach Hong-Kong)]

Hallo,

die Abreise von Shenzhen fiel uns ja nicht so schwer, zu schlecht waren wohl die ersten Eindrücke von dieser Stadt. Mit dem Taxi zum Ferry-Port um ganze 60 CNY ( = :O wahnsinnig billig) gings dann eben weiter mit der Fähre nach Macau. Die Fähre an sich war schnell und unkompliziert. Beim Auslaufen hatte man dann noch einen netten Blick über den Hafen (wohl das meiste davon Fracht) von Shenzhen. Ein riesiges Teil. Kann zwar bei weitem nicht mithalten mit Rotterdam, doch für einen Bergländer wie mich ist das ja schon ganz "impressive".

Wenn man dann auf Macau ankommt, glaubt man allererst in einer anderen Welt gelandet zu sein. Ja wie in einem neuen kleinen Land im großen Land China fühlt man sich da. Ach wartet mal, das ist ja ein eigenes Land. Ursprünglich besiedelt von den Portugiesen irgendwann im 16 Jh. oder dergleichen ist hier portugiesisch und chinesisch (fragt mich nicht welcher Dialekt) Landessprache. Durch die vielen Touristen und die enge Verbundenheit mit Hong-Kong ist hier auch alles englischsprachig. Dementsprechend sind auch alle Beschilderungen immer dreisprachig angeführt: Portugiesisch, Chinesisch und Englisch.

Alleine bei der Fahrt vom Ferry-Port zum Hotel ist die reinste "Mund-offen-Atmosphäre" angesagt. Es ist einfach ein Wahnsinn diesen Unterschied zu sehen. Von den ärmsten Provinzen hierherzukommen und dann diese riesigen Luxushotels zu sehen. Wie in Las Vegas gibt es hier auch das Venetian, das (laut Wolfgang) drittgrößte Gebäude der Welt nach verbauter Nutzfläche. Ein Gebäude der Superlative. Die brauchen hier pro Tag 14.000 Kartendecks für das Baccarat, eine Art Black-Jack in Asien. Dabei glauben die Chinesen sie können die Wertigkeit der Karte verändern bzw haben mehr Glück wenn sie die Karte am Rand nach oben biegen und langsam "drüberwuzzeln". Ergebnis ist das Gleiche wie auch ohne dem blöden Wuzzeln, aber eine kaputte Karte. Jeder der Las Vegas kennt weiß wie es in solchen Casinos zugeht. Hier ist die Atmosphäre aber etwas anders. Jeder zockt und es wird geschrieen und diskutiert was das Zeugs hält. Chinesen halt. Die sind ja generell laut. Volksfeststimmung ist also angesagt.

Nach den Hotels wollten wir natürlich auch die wenigen Sights sehen, die Macau zu bieten hat. Die Teils noch portugiesische Altstadt, die Festung am "Berg" und die noch stehende Mauer der Ruine der Kirche von St. Paul. Mehr gibts eigentlich nicht zu sehen. Zumindest nichts besonderes mehr. Wir entschlossen uns also mit dem Taxi nach Macau (also auf diesen Teil) zu fahren und dort zuerst noch die großen Casinos und Hotels anzusehen. Das Grand Lisboa, das MGM, das President usw sind jedenfalls eine Fahrt hierher Wert. Danach gings zu Fuß quer durch die Stadt rauf auf den Berg zu den Ruinen und der Festung. Geprägt von teils total westlichen Läden und der Supermoderne wechselt sich der Anblick ab mit Slum-artigen Wohnanlagen, die im typischen Stil der Chinesen gebaut wurden. Je weiter man aber Richtung Zentrum kommt, desto mehr nimmt der Kollonialstil zu. Gebäude scheinen richtig europäisch, richtig spanisch bzw eben portugiesisch.

Die Festung an sich ist nichts besonderes. Einige Mauern halt und das wars im Wesentlichen. Relativ lustig zum Anschauen ist aber die einzige Mauer die von der St. Pauls Kirche übriggeblieben ist. Es steht nur noch die Wand der Eingangsseite. Sieht echt witzig aus. Der Platz davor und die sich nach unten ausbreitenden Einkaufsstraßen sind typisch europäisch. Man würde sich fast wie in Europa fühlen, wären da nicht so viele Chinesen unterwegs. Man könnte sagen, das ist ein invertiertes China-Town. Eine Portugese-Town ;-)

Kurz zu den Verbindungsmöglichkeiten auf Macau eine Geschichte. Die Inseln sind zwar nicht sonderlich groß und man könnte viel davon zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren aber ist dies durch die Brücken dazwischen teils nicht möglich. Es kommt halt doch nicht sonderlich gut wenn man auf der Autobahn von Taipa nach Macau marschiert. Da das Taxifahren hier sonderlich billig ist, haben wir die meisten Strecken damit zurückgelegt. Für 1.6km zahlt man 13 MOPs (Macau Dollar, 1:1 mit HKD = 1,40 Euro). Das man dabei dann auf eigenartige Taxifahrer trifft ist klar.
Getroffen haben wir dabei anscheinend einen weitgehenst Artverwandten von Enrico, dem "Limo" Fahrer in Shenzhen. In weiterer Folge als Kurt bezeichnet ist dies ein ganz normaler Fahrer. Kurt wartet wie jeder andere auch vorm Hotel mit dem Lämpchen für freie Fahrt an und fühlt sich so in seinem Lebensraum wohl. Doch kaum eingestiegen hat Kurt das Lämpchen umgeklappt und wenn man Kurt das Ziel genannt hat sollte man sich besser angurten. Kurt, anscheinend passionierter Hobby-Rallye Fahrer, tritt schon gern mal fester aufs Gas bzw die Bremse und lässt auch gerne hören, dass die Getriebe der Autos in China auch nur mit Zahnrädern gebaut sind. Ob seine Rasse der Taxifahrer dies aus Prestigegründen macht zum Show-Off oder ob dies an den 527.000km liegt, die der Toyota Corolla schon am Buckel hat, darüber kann ich keine genauere Auskunft geben. Dazu müsste mehr Artenforschung betrieben werden.
Alles in allem kann man aber sagen: Bodenmarkierungen sind reinste Empfehlungen, Geschwindigkeitsbeschränkungen sowieso. Überholen innerstadts ist eine Art und Weise um den Rivalenkampf dieser Gattung Mensch durchzuführen. Ein Taxifahrer ganz nach Alex' Geschmack würde ich sagen ;-)
Wolfgang meinte treffend von der Rückbank: wer hat uns eigentlich einen Suizid-Fahrer bestellt.

Etwas, das ich jedem ans Herz legen kann, wenn er die Möglichkeit hat es sich anzusehen, das ist der Cirque de Solei. Da das Venetian ja sowieso schon eine eingebaute Arena (ein ganzes Stadion) hat dachten sich die Architekten wohl, dass ein ganzer Zirkus darin auch gut Platz finden würde. So ist es auch. Eine riesige Halle in Mitten des Venetians ist die Unterkunft des Cirque de Solei hier in Macau.
Dessen Vorstellung genossen, und ich will wirklich sagen genossen, wir alle. 90 Minuten pures Erlebnis. Die Artisten führen ihre Kunststücke derart korrekt und präzise aus, ein Wahnsinn. Und wenn jemand nur annähernd Sport betreibt und zB weiß wie schwer bestimmte Dinge sind, dem bleibt der Verstand stehen, wenn man sieht, wie Leute einarmig Frauen balancieren oder wie diese (ich nenn sie jetzt so) chinesichen Hunde, wo zwei Menschen in einem so einem Kostüm stecken, auf frei bewegliche Bälle springen und diese dann balancieren. Damit nicht genug. Rückwärtssalto von einem zum anderen oder gar zu zweit (also zwei solcher Hündchen) auf einem Ball. Körperbeherrschung pur sag ich da nur. Wohl am eindrucksvollsten sind die Trapezkünstler mit ihren waghalsigen Unternehmungen in luftiger Höhe. Ich würds sofort nochmal anschauen.
Einfach genial. Ich hatte noch nie so eine gute Zirkusvorstellung gesehen wie diese, die untermalt von Feuereffekten und Musik eine Gänsehaut zauberte.

Auch essen lässts sich im Venetian ganz gut bzw generell in Macau. Im Unterschied zu Shenzhen ist das zwar nicht schwer, doch ist das Essen hier wirklich außerordentlich gut gewesen.
Im Canton im Venetian gabs typsich kantonesische Küche. Chinesisch in einer seiner Ursprungsformen. Sehr gut kann ich nur sagen. Dim-Sum und andere Dinge schmecken hier wirklich gut. Nichts im Vergleich zu Shenzhen.
Aber auch die noch verbliebene portugiesische Küche sollte nicht ungetestet bleiben. Im Clube Militar, einem ca. im 19. Jh. erbauten Offizierscasino, wir heute noch sehr gutes portugiesisches Essen serviert. Diese beiden Restaurants sollten jedem mal ans Herz gelegt sein, der nach Macau reist.

Tja, mit einer erneuten Fahrt mit einer Fähre über das südostchinesische Meer (während der ich jetzt diesen Eintrag tippe) gehts nun zum letzten Stop nach Hong-Kong, wo ich noch für 2,5 Tage die Stadt und den wohl sehr britischen Flair genießen werde, bevor es wieder in den Flieger und somit zurück nach Dubai und Wien geht.

Irgendwie komisch. Aber die Frau ein paar Sitze rechts neben mir ist ganz ruhig geworden. Sie hat wohl ihr chinesisches Temprament mit einer soliden Seekrankheit getauscht. Das Chinesen spucken ist mir ja schon untergekommen bzw passiert immer und überall. Aber soviel kann man gar nicht in ein Sea-Sickness-Bag spucken :D

Alle Bilder sind hier zu finden: Macau @ flickr

So long,
Harald

PS: die alten Posts haben nun auch Bilder, die von diesem Post kommen wohl heute Abend, wenn sie fertig sind ;-)

Tag 04: Shenzhen at its "best"

Hallo zusammen,

mein letzter Tag in Shenzhen sollte so sein wie alle anderen davor auch: geprägt von langweiligen Voträgen in schlechtem Englisch und von schlechtem Essen, serviert mit trübem Wetter mit einem Hauch von Wind.

Die Vorträge auf der Konferenz wurden leider nicht besser. Teils nicht nur schlecht vom Vortrag (Englisch) her, sondern leider auch vom Inhalt und damit vom wissenschaftlichen Wert her. Asiaten haben eine sehr eigenartige Art und Weise vorzutragen. Sie stellen sich ans Pult und lesen die Folien 1:1 vor. Frei sprechen ist ja sicher nicht jedem in die Wiege gelegt worden, doch ein Vortrag gehört nun mal leider zu einer Konferenz dazu. Wenn sie nun auch die Folien "vorlesen" so sollten sie dies aber dann bitte so tun, dass man es auch versteht. Um ehrlich zu sein: wäre nicht der Text dort auf den Folien gestanden, hätte ich bei den meisten Vorträgen einfach W.O. gegeben, da ich KEIN Wort verstanden habe. Vom Ranking der englischen Sprache her (schlecht zu gut) gibt es nun folgende Reihenfolge: Thailand, China, Japan, ...
Ich glaube ich kann viele Leute verstehen wenn sie versuchen Englisch zu sprechen, doch bei den Thailändern bin ich ausgestiegen. Wörter wie "responsible" waren einfach nicht zu verstehen, nicht mal ansatzweise. Am Ende des Vortrages Fragen an die Leute stellen war einfach unmöglich, weil sie nicht mal einfachen Smalltalk machen konnten. Sie konnten einfach kein Englisch. Sie verstanden die Fragen nicht, noch konnten sie irgendwie darauf antworten.

Damit ging dann der letzte Tag der Konferenz vorbei und wir fingen uns an auf Macau zu freuen. Um Shenzhen doch nicht so schlecht in Erinnerung zu behalten haben wir uns entschieden zumindest einmal wirklich essen zu gehen. Das Essen bis jetzt war ja nicht besonders gut. Egal, welche Art von Essen. Auch asiatisches Essen war absolut nicht unser Fall, es schmeckte einfach nicht gut. Also entschieden wir uns am Abend ins Sheraton essen zu gehen, ein durchaus gutes Hotel dort in der Gegend. Diese hatten dann wirklich auch mal wieder gutes Essen, wonach jeder zufrieden und gesättigt war.

Um den Abend ausklingen zu lassen gings weiter ins Ritz, um dort einen Cocktail zu schlürfen. Ich muss sagen, der Mai Tai dort war sicher der beste Mai Tai den ich bis jetzt je getrunken habe. Einfach perfekt.

Mit dem entsprechenden Fettspalter im Magen bzw Blut gings dann zurück in die Hotels um für Macau zu packen. Am Weg dorthin konnte ich aber natürlich nicht einfach so in die U-Bahn steigen und zurückfahren, sondern musste kurz dem Gorilla auslaufe geben. Also montierte ich die Kamera auf den Gorilla-Bot und fing an die Hotels dort zu fotografieren, wobei auch einige sehr nette Fotos entstanden.

Im Hotel angekommen wurde schnell noch das Internet auf Neuigkeiten geprüft. Nach Freude über das nette Ergebnis der 4-Schanzen-Tournee gings dann ans Packen und später dann mit Vorfreude ins Bett. Der nächste Tag ist vielversprechend.

Soviel zu Shenzhen. Alles in allem: eine Stadt die man nicht unbedingt kennen lernen muss. Sie ist nicht schön und es gibt bis auf wenige Dinge nichts außergewöhnliches zu sehen. Ich könnte auch auf die Erfahrungen dort verzichten denke ich.

Bilder sind hier zu finden: Flickr

Na dann.
So long,
Harald

Hotel Gebäude

Etwas eng hier die Türen ;-)

Da war die Konferenz

The V Hotel: das Konferenz-Hotel

Wohl der Business-District

Ja, wohin gehts jetzt?

Ausblick vom Convention Center: der gebogene Teil ist ein Regierungsgebäude

Ja, ich war wirklich da!

Welcome-Performance





Shenzhen: Elektronikmärkte überall. Die löten hier noch live Platienen wenn man will.



Zu welchem "Apple-Store" gehts?

Das Sheraton Hotel in Shenzhen

The V Hotel in der Nacht


Tja, wie nennt das Tony: Exposure Madness!


Von meiner U-Bahn Station in Richtung V-Hotel

Childrens Palace: eine Schule in Shenzhen

Freitag, 6. Januar 2012

Tag 02 und 03: Chinesisch in der Sardinenbüchse!

Hallo,

nachdem ich nun mal geschlafen hatte (was nicht heißt gut und genug) gings auch schon los: auf zur Konferenz und zum Poster aufhängen. Zuvor aber mal was essen. Das chinesisches Essen generell unterschiedlich ist, wird dem ein oder anderen schon mal aufgefallen sein. Das chinesisches Essen dann in China noch dazu total anders ist als jenes in Europa oder Österreich ist wohl auch bekannt. Wenn man sich dann vorstellt wie ein original chinesisches Frühstück aussieht dann könnt ihr euch vorstellen, wie es mir gegangen ist.

Der erste Anblick war recht witzig denke ich. Ich würde gerne ein Foto von mir selbst haben dabei. Normale Dinge wie Brot und Wurst, Käse oder Marmelade sind hier nicht zu finden. Zumindest nicht in meinem Hotel. Dort gibts den Kulturschock pur. Eier sind zwar vorhanden, werden aber komischerweise irgendwie in Öl frittiert. Eine komisch schmeckende und riechende Milch-Reis-Suppe rundet den ersten Gang harmonisch ab. Der zweite Gang war dann aber ok: wirklich sehr leckere gebratene Glasnudeln mit Ei und Gemüse und dazu eigenartig schmeckende (aber in dem Falle gut eigenartig schmeckende) Biscuitt (?) Törtchen wurden es dann.

Doch nicht nur das Essen an sich ist anders. Auch das Essen der Chinesen ist anders :D Verwirrender Satz, oder? Ist aber so. Die Leute hier futtern was das Zeugs hält. Ein Typ neben mir "schob sich einen Teller Nudel in den Mund" und ich glaube auch gleich direkt durch ohne zu kauen. Schmatzen und kauen mit offenem Mund sind hier allgegenwärtig.

Nach diesem ersten Erlebnis um 8 Uhr morgens gings dann auf zum Exhibition und Convention Center. Also raus aus dem Hotel und rein in die U-Bahn. Ganze 2 Yuan kostet das. Ein Vermögen. 25 Cent ca. Die U-Bahn an sich ist super. Sehr neu, sehr übersichtlich auch für Europäer. Nur die Leute dort drinnen sind nicht zum Aushalten. Wenn sich jemand in Wien schon bedrängt fühlt oder glaubt dort haben die Leute eine Hektik im Blut, der war noch nie hier. Gedränge ja ich würde schon sagen Gekloppe, laufen und schreien sind hier an der Tagesordnung. Heute Morgen dachte ich, ich werde erdrückt. Ein Kampf von millionen von Davids gegen einen Goliat. Wenn man sich jetzt vorstellt das ich in der U-Bahn sicher der Größte war und doch um einiges massiger als diese Leute könnte man meinen, man hat dort einen leichten Stand. Aber was macht einer gegen hunderte. Nichts. Die Leute drängen einen raus, schupfen und drängeln. Ein Wahnsinn. Ein Erlebnis. Ein Must-See! Oh sorry, ein Must-Feel!

Shenzhen ist sehr neu. Alles ist neu gebaut und riesig. Ich kenne ja große Städte wie Chicago oder New York und andere, doch Shenzhen ist eindrucksvoller. Wenn jemand die Witze von Michael Mittermeier über die WM bzw Olympia Stadien kennt, der weiß was ich meine. "Wir brauchen Wolkenkratzer. 50 Stockwerke hoch." wäre der Auftrag. Die Antwort der Chinesen: "Wie viele? Welche Farbe?". Geliefert wird noch im selben Jahr so wie es aussieht.
Chinesen sind ja bekannt dafür alles mögliche zu kopieren. Angefangen von Fertigungsmaschinen, Marken, Sessellifte, ganze Städte (Hallstadt) bis hin zu offensichtlichen Dingen wie ganzen Hochhäusern. Hier sieht man Designs wie man sie von anderen Städten kennt. Witzig irgendwie.

Angekommen im Exhibition Center stellten wir (Wolfgang und Bianca sind nun auch hier) fest, dass die Konferenz anscheinend sehr schlecht besucht ist. Wenige Posters für unsere Session sind ausgestellt und die Konf. an sich ist sehr sehr schlecht organisiert. Studentenvorträge auf der TU Wien sind anspruchsvoller und in besserem Englisch als die Vorträge hier. Die Votragssäle sind riesig und kalt und gleichzeitig leer. Tja, man muss wohl dabei gewesen sein, um dieses Feeling zu bekommen. Vom wissenschaftlichen Stellenwert her aber wohl nicht so hoch einzustufen.

Um nochmals auf die "Poster" sprechen zu kommen. Wenn jemand meint am Begriff "Poster" kann man beinahe nichts falsch verstehen, außer vielleicht das man die falsche Größe erwischt, der irrt. 80x120 cm war die Angabe. Da sind Leute anwesend, die hängen 5 A4 Schmierzettel auf (und ich meine wirklich Schmierzettel). Andere kleben vor Ort ihre 24 A4 Zettel zu einem "Poster" zusammen und dies noch schief. Andere stehen vor leeren Wänden und fragen, warum niemand ihr Poster ausgedruckt und aufgehängt hat. Einerseits zum Lachen, andererseits zum Weinen.

Die Mentalität der Leute hier is auch eigenartig. Teils sind sie sehr unfreundlich. Man wird nicht gefragt ob man kurz auf die Seite gehen kann, nein, man wird einfach angestoßen bzw umgerannt. Das Essen vom Buffet wird abserviert obwohl viele noch dort stehen und aus den Töpfen noch auf ihre Teller schöpfen. Sie besitzen kein Zeitmanagement. 7:30 sollte Frühstück sein. Um 7:50 ca. kam da mal jemand daher und stellte die ersten Dinge hin.
Auf der anderen Seite sind sie so "ehrenvoll" und trauen sich nicht, jemanden zu unterbrechen, was bei einer Konferenz nicht gerade toll ist. Meist nach dem ersten Talk in der Früh gibt es deshalb schon 10 Minuten Verspätung, die sich dann durch den ganzen Tag zieht und mehr und mehr wird. Leute hier müssen einfach lernen, dass man Vortragende auch einfach abbrechen kann. Wenn man 15 Min zum Präsentieren hat, dann ist nach 15 Min aus. Zumindest bei den Konfs wo ich bis jetzt war war das so. Hier nicht. Außerdem müssen die Leute eh noch lernen wie man präsentiert. Die lernen ihren Text auswendig und beten den dann vor. Ohne Punkt und Komma. Und verstehn tut man davon auch nix, so schlecht sprechen manche davon Englisch. Ich weiß, man soll nicht mit dem nackten Finger zeigen usw usf. aber wenn ich auf einer Konferenz einen Vortrag gebe, die noch dazu international ist, dann doch bitte so, dass mich die Leute auch verstehen. Auch der Vortrag sollte dann entsprechend vorbereitet sein: PDF anstatt PPTX oder sonstiges, halt Dinge, die überall laufen. Hier verbringen Leute Minuten damit, ihren Laptop anzustecken und den Beamer zu bedienen. Wohlbemerkt sind das dann dafür gleich 5 oder so.

Um auf Leute zu sprechen zu kommen: viele gibts ja hier davon. Und manche davon haben anscheinend nichts zu tun. Wir hatten heute zB lebende Wegweiser am Weg vom Konf-Saal zum Abendessen. Da stand echt an jeder Kreuzung einer mit einem Zettel wo ein Pfeil drauf war und fror sich den Arsch ab (für die ist es hier sehr kalt. Ein Mädchen heute meinte, das sei soweit der kälteste Wintertag heute - mit 10 Grad oder so ... PLUS). Man stelle sich sowas mal in Österreich vor ... da kommt man zum Lachen :D

Tja, wohl genug gelästert für die nächsten 2 Tage.
Jetzt schlägt bei mir das Jetlag erst so richtig ein.

Gute Nacht Europa (bzw schönen Nachmittag),
So long,
Harald

Donnerstag, 5. Januar 2012

Tag 01: Bis zum Dach der Welt und dann ein bisschen weiter rechts!

Hallo,

es ist fast auf den Tag genau ein Jahr her, dass ich den letzten Eintrag hier geschrieben habe. Damals über eine wunderschöne und lustige Zeit gemeinsam mit super Freunden aus Schweden in Kiruna. Obwohl ich auch im vergangen Jahr viel herumgekommen bin (Holland, nochmals Schweden, Deutschland, Kroatien, etc.) um hauptsächlich diese Leute wieder zu treffen habe ich doch niemals einen Eintrag hier hinterlassen.

Nachdem es aber doch wieder mal eine längere (hauptsächlich auf die Strecke bezogen, leider :( ) Reise ist und diese mich auch noch außerhalb Europas hinbringt - insbesondere so weit in den Osten - muss wieder ein neuer Eintrag her.

Ziel dieser Reise ist Hong-Kong bzw Shenzhen, eine Provinz in den New Territories von China, gleich hinter der Grenze zu Hong-Kong. Zwar nicht nur für Urlaub sondern auch ein bisschen Arbeit, aber trotzdem :). Alleine die Anreise ist hier erwähnenswert. Der Flug von Wien nach Dubai und auch jener weiter von Dubai nach Hong-Kong war mit den Emirates. Und ich muss sagen: einfach toll. Super Essen, sehr nette und freundliche Begleitung, super Flieger. Alleine die neue Boing 777-300 mit den Unterhaltungsprogrammen und der Möglichkeit persönliche Settings usw auf einen USB Stick zu speichern fand ich schon mal super. Dass man dann noch seinen USB Stick anstecken kann um seine MP3s zu hören war genial.

In Dubai gegen 23 Uhr angekommen fand ich leider nur einen riesen Flughafen vor. Und riesig ist sehr riesig in dem Falle. Dubai ist eine andere Dimension. Alles groß und prunkvoll. Sehr protzig halt und vor allem auch modern, da noch recht neu. Auf der anderen Seite ist es sehr eigenartig, dass Leute zumindest nicht so modern wirken. Hier hätte ich dann fast noch Ruth getroffen, eine ehemalige Arbeitskollegin aus Wien. Sie hat am Flughafen auf ihren Flug zurück nach Wien gewartet und ich auf meinen Anschluss nach Hong-Kong.

Der Flug nach China war dann zwiegespalten. Einerseits sehr schön da man über das Dach der Welt fliegt und andererseits anstrengend da hinter mir ein lässtiger Chinese saß, den ich am liebsten verhauen wollt. Durfte ich aber nicht :(
Als Entschädigung dafür gabs dann einen wunderschönen Sonnenaufgang über Tibet und dem Himalay, den man aus fast 12.000m Flughöhe sehr schön sehen konnte. Und da dort die Berge ja nicht "nur" 3.000-4.000m hoch sind sondern 8.000 und höher, stehen die auch schön stramm in der Sonne, weit aus den Wolken heraus. Höhepunkt davon sind Fotos vom Mt. Everest mit seinen Kollegen herum. Traumhaft dies so zu sehen. Wirklich majestätisch ragen die Berge dort hoch über die Wolken hinaus. 8.848m hoch der größte unter ihnen. Eines steht jedenfalls nach diesem Flug fest: eine Reise nach Tibet wird es wohl auch noch geben. Das Land sieht sogar von so hoch oben noch so schön und interessant aus. An Schlaf war somit sowieso nicht mehr zu denken, zu schön war der Anblick und zu sehr war ich damit beschäftigt mir die Berge anzusehen, schließlich fliegt man beinahe eine Stunde lang am Himalaya Gebiet vorbei.

Die erste "Begegnung" mit Chinesen war also nicht sehr erfreulich, doch änderte sich dies dann sogleich am Flughafen. Ich kenne ja viele Flughäfen, aber der in Hong-Kong ist etwas eigenartig beschildert. Man findet ewig den Weg nicht zum Gepäck bis einem dies der Officer am Immigration Stand erklärt. Manche Schilder sind nur aus bestimmten Richtungen montiert, so dass man sie nur lesen kann, wenn man auch von dieser Richtung kommt, aber nicht zB wenn man von rechts kommt. Egal, jetzt kenn ich mich dort auch aus. Und die Leute vom Main-Island Limo Service waren auch sehr nett und haben mir sofort das gesagt was ich wissen wollte und mich dann auch wirklich um den Preis (160 HKD = ca. 16 EUR) vom Flughafen direkt vors Hotel gebracht. Man schaue sich diese Strecke mal an. Da ist Wien -> Schwechat ein Katzensprung dagegen und man überquert nicht dazu noch davor das Südchinesische Meer und eine Grenze zu China.

Einziges Problem dabei ist: man versteht überhaupt nix und diese Leute (zumindest die Fahrer) sprechen kein Englisch. Man kommt sich ein wenig vor wie in einem schlechten Film, wo Gefangene von A nach B transportiert werden. Man sitzt da und weiß nicht was mit einem passiert. Man hofft nur das Beste. Hat aber eh geklappt ;-)
Nach 3 Mal umsteigen, einer Immigration an der chinesischen Grenze, einmal Customs Declaration und einem verrückten Fahrer bin ich dann doch vor dem Hotel gestanden.

Auch vom Fahren her bin ich einiges gewohnt. Der Verkehr in Costa Rica oder Panama war schon verrückt, aber gegen Hong-Kong und Shenzhen fahren die dort wie die Götter und halten sich an alle Verkehrsregeln. Noch nie hatte ich so Angst dass ein Unfall geschieht wie hier. Die fahren alle wie die Wahnsinnigen. Spurwechsel über 5 Spuren - wohlbemerkt Leute von Spur 1 auf 5 und Leute von 5 auf 1 GLEICHZEITIG, hupen (und nein CK und MKK, nicht die Hupe des Tages ;-)), schreien, ich denke auch fluchen usw sind hier an der Tagesordnung. Und dies noch während der Fahrer mit dem Beifahrer anscheinend heftigst diskutiert und dazu schon alle Hände und Füße braucht. Also das er mal in den Spiegel geschaut hätte vor dem Spurwechsel hätte ich nicht feststellen können. Dafür weiß Enrico (so nenn ich ihn mal) aber wie man die Warnblinkanlage einschaltet und wie man den Rückwärtsgang einlegen kann. Live miterlebt habe ich dies auf einer Autobahnabfahrt als er draufgekommen ist, dass er die falsche erwischt hatte. Was macht ein Enrico da: richtig. Bremsen, Warnblinkanlage ein, Rückwärtsgang rein und die Abfahrt wieder zurück rauf währenddessen an ihm dann links und rechts die anderen Autos vorbeifahren. Nachdem wir dann an dem gewünschten Ort angelangt waren dankte ich dem Guten das nix passiert ist (ich glaub aber Enrico hats nicht verstanden) und ging mal ins Hotel.

Nach so einigen Stunden Flug und Anreise ist man ja recht müde und will nicht mehr viel tun außer schlafen. Also ging ich mal ins Hotel. Die Rezeption sah mal ganz ok aus und das Personal war freundlich. Leider konnte nur ein Mädchen Englisch. Also hab ich dann mal gewartet bis die da war um mich einzuchecken. Das Zimmer ist recht passabel. Ich habe schon bei weitem schlimmere Dinge erlebt und für China und diesen Preis ist es echt OK. Nur dass ein Fenster (wenn man es genau nimmt das einzige) nicht ganz zu geht weil der Hebel fehlt nenn ich mal den extremsten Mangel. Das aber bei der Rezeption jemanden zu erklären fällt etwas schwer aus. A: ich kann kein Chinesisch und B: die einzige englischsprachige ist heim gegangen.

Nachdem das Wasser hier nicht sehr lecker riecht wollte ich mir dann noch etwas Wasser holen. Da man dazu ja auch Geld braucht gehe ich also zuvor noch Geld abheben, was wider erwartens super funktioniert, und treffe dabei aber einen super netten Kolumbianer, der in den USA studiert hat und jetzt schon seit 1999 hier in China lebt. Der hilft mir dann mal grob weiter mit Richtungen zu U-Bahn usw, da mir dies auch die Leute im Hotel nicht sagen konnten. Woher auch, sie wussten ja nicht wovon ich redete als ich mit Worten wie Subway, Metro, Underground, etc. um mich warf. Miguel zeigt mir dann also noch die U-Bahn Station und auch noch einen Food-Court und dolmetscht dann auch noch das Problemchen mit dem Fenster für mich. Es gibt ja überall noch nette Leute.

Geholfen hat das mitm Fenster trotzdem nicht. Die Dame (ich nenn sie mal Konstanze) die sich das dann anschaun kam befand das als OK und meinte irgendwie (was ich zumindest so mitbekam) dass dies so gehöre. Chinesiche Baukunst mag ja ander sein, aber laut österreichischer Technik gehört dort an die Stelle wo das Loch dafür vorgesehen ist auch ein Griff hin finde ich. Konstanze schüttelte aber nur den Kopf. Tja, aber das ist eine andere Geschichte.

Ja ansonsten hat der erste Tag nix großartig neues in sich. Mit etwas chatten und surfen geht der Tag zu Ende, der schon 30 Stunden dauerte. Dabei machte ich aber noch Bekanntschaft mit der "chinesischen Auffassung von Datenschutz" aka "The great chinese FIREWALL". Was ist das nun wieder? Na googeln wir das einfach mal. Ach ja, da war was: die FIREWALL. China blockt aus Prinzip zum "Schutz" von Leuten anscheinend gerne Pages. Darunter Google, Blogspot und Facebook. Ich sag dazu nur: danke für die Erfindung des VPNs und danke an die TU für die CISCO VPNs ;-)

Der zweite Tag hier ist nun auch zu Ende. Die Konferenz hat angefangen und ist arschig kalt. Chinesen kopieren ja viel, aber eine Viessmann (schreibt man das so? googlen dauert mir jetzt zu lange. Dafür brauch ich eine VPN Verbindung) Heizung anscheinend nicht. Aber das ist eine Geschichte für einen neuen Eintrag.

Bye aus dem Land der aufgehenden Sonne.

so long,
Harald

PS: Bilder folgen später, die Connection is so langsam
PPS: wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten

Dubai Airport

Da ist noch immer Weihnachten

Dubai Arriving Hall

Escalators

Dubai Airport Waiting Hall

Shopping and Duty Free at Dubai Airport

Schelcht zu sehen, aber da stehts: Mt. Everest

Himalaya Gebirge

Himalaya Gebirge

Himalaya mit dem Dach der Welt, der Mt. Everest (vermutlich ;-) )