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Dienstag, 10. Januar 2012

Tag 04: Shenzhen at its "best"

Hallo zusammen,

mein letzter Tag in Shenzhen sollte so sein wie alle anderen davor auch: geprägt von langweiligen Voträgen in schlechtem Englisch und von schlechtem Essen, serviert mit trübem Wetter mit einem Hauch von Wind.

Die Vorträge auf der Konferenz wurden leider nicht besser. Teils nicht nur schlecht vom Vortrag (Englisch) her, sondern leider auch vom Inhalt und damit vom wissenschaftlichen Wert her. Asiaten haben eine sehr eigenartige Art und Weise vorzutragen. Sie stellen sich ans Pult und lesen die Folien 1:1 vor. Frei sprechen ist ja sicher nicht jedem in die Wiege gelegt worden, doch ein Vortrag gehört nun mal leider zu einer Konferenz dazu. Wenn sie nun auch die Folien "vorlesen" so sollten sie dies aber dann bitte so tun, dass man es auch versteht. Um ehrlich zu sein: wäre nicht der Text dort auf den Folien gestanden, hätte ich bei den meisten Vorträgen einfach W.O. gegeben, da ich KEIN Wort verstanden habe. Vom Ranking der englischen Sprache her (schlecht zu gut) gibt es nun folgende Reihenfolge: Thailand, China, Japan, ...
Ich glaube ich kann viele Leute verstehen wenn sie versuchen Englisch zu sprechen, doch bei den Thailändern bin ich ausgestiegen. Wörter wie "responsible" waren einfach nicht zu verstehen, nicht mal ansatzweise. Am Ende des Vortrages Fragen an die Leute stellen war einfach unmöglich, weil sie nicht mal einfachen Smalltalk machen konnten. Sie konnten einfach kein Englisch. Sie verstanden die Fragen nicht, noch konnten sie irgendwie darauf antworten.

Damit ging dann der letzte Tag der Konferenz vorbei und wir fingen uns an auf Macau zu freuen. Um Shenzhen doch nicht so schlecht in Erinnerung zu behalten haben wir uns entschieden zumindest einmal wirklich essen zu gehen. Das Essen bis jetzt war ja nicht besonders gut. Egal, welche Art von Essen. Auch asiatisches Essen war absolut nicht unser Fall, es schmeckte einfach nicht gut. Also entschieden wir uns am Abend ins Sheraton essen zu gehen, ein durchaus gutes Hotel dort in der Gegend. Diese hatten dann wirklich auch mal wieder gutes Essen, wonach jeder zufrieden und gesättigt war.

Um den Abend ausklingen zu lassen gings weiter ins Ritz, um dort einen Cocktail zu schlürfen. Ich muss sagen, der Mai Tai dort war sicher der beste Mai Tai den ich bis jetzt je getrunken habe. Einfach perfekt.

Mit dem entsprechenden Fettspalter im Magen bzw Blut gings dann zurück in die Hotels um für Macau zu packen. Am Weg dorthin konnte ich aber natürlich nicht einfach so in die U-Bahn steigen und zurückfahren, sondern musste kurz dem Gorilla auslaufe geben. Also montierte ich die Kamera auf den Gorilla-Bot und fing an die Hotels dort zu fotografieren, wobei auch einige sehr nette Fotos entstanden.

Im Hotel angekommen wurde schnell noch das Internet auf Neuigkeiten geprüft. Nach Freude über das nette Ergebnis der 4-Schanzen-Tournee gings dann ans Packen und später dann mit Vorfreude ins Bett. Der nächste Tag ist vielversprechend.

Soviel zu Shenzhen. Alles in allem: eine Stadt die man nicht unbedingt kennen lernen muss. Sie ist nicht schön und es gibt bis auf wenige Dinge nichts außergewöhnliches zu sehen. Ich könnte auch auf die Erfahrungen dort verzichten denke ich.

Bilder sind hier zu finden: Flickr

Na dann.
So long,
Harald

Hotel Gebäude

Etwas eng hier die Türen ;-)

Da war die Konferenz

The V Hotel: das Konferenz-Hotel

Wohl der Business-District

Ja, wohin gehts jetzt?

Ausblick vom Convention Center: der gebogene Teil ist ein Regierungsgebäude

Ja, ich war wirklich da!

Welcome-Performance





Shenzhen: Elektronikmärkte überall. Die löten hier noch live Platienen wenn man will.



Zu welchem "Apple-Store" gehts?

Das Sheraton Hotel in Shenzhen

The V Hotel in der Nacht


Tja, wie nennt das Tony: Exposure Madness!


Von meiner U-Bahn Station in Richtung V-Hotel

Childrens Palace: eine Schule in Shenzhen

Freitag, 6. Januar 2012

Tag 02 und 03: Chinesisch in der Sardinenbüchse!

Hallo,

nachdem ich nun mal geschlafen hatte (was nicht heißt gut und genug) gings auch schon los: auf zur Konferenz und zum Poster aufhängen. Zuvor aber mal was essen. Das chinesisches Essen generell unterschiedlich ist, wird dem ein oder anderen schon mal aufgefallen sein. Das chinesisches Essen dann in China noch dazu total anders ist als jenes in Europa oder Österreich ist wohl auch bekannt. Wenn man sich dann vorstellt wie ein original chinesisches Frühstück aussieht dann könnt ihr euch vorstellen, wie es mir gegangen ist.

Der erste Anblick war recht witzig denke ich. Ich würde gerne ein Foto von mir selbst haben dabei. Normale Dinge wie Brot und Wurst, Käse oder Marmelade sind hier nicht zu finden. Zumindest nicht in meinem Hotel. Dort gibts den Kulturschock pur. Eier sind zwar vorhanden, werden aber komischerweise irgendwie in Öl frittiert. Eine komisch schmeckende und riechende Milch-Reis-Suppe rundet den ersten Gang harmonisch ab. Der zweite Gang war dann aber ok: wirklich sehr leckere gebratene Glasnudeln mit Ei und Gemüse und dazu eigenartig schmeckende (aber in dem Falle gut eigenartig schmeckende) Biscuitt (?) Törtchen wurden es dann.

Doch nicht nur das Essen an sich ist anders. Auch das Essen der Chinesen ist anders :D Verwirrender Satz, oder? Ist aber so. Die Leute hier futtern was das Zeugs hält. Ein Typ neben mir "schob sich einen Teller Nudel in den Mund" und ich glaube auch gleich direkt durch ohne zu kauen. Schmatzen und kauen mit offenem Mund sind hier allgegenwärtig.

Nach diesem ersten Erlebnis um 8 Uhr morgens gings dann auf zum Exhibition und Convention Center. Also raus aus dem Hotel und rein in die U-Bahn. Ganze 2 Yuan kostet das. Ein Vermögen. 25 Cent ca. Die U-Bahn an sich ist super. Sehr neu, sehr übersichtlich auch für Europäer. Nur die Leute dort drinnen sind nicht zum Aushalten. Wenn sich jemand in Wien schon bedrängt fühlt oder glaubt dort haben die Leute eine Hektik im Blut, der war noch nie hier. Gedränge ja ich würde schon sagen Gekloppe, laufen und schreien sind hier an der Tagesordnung. Heute Morgen dachte ich, ich werde erdrückt. Ein Kampf von millionen von Davids gegen einen Goliat. Wenn man sich jetzt vorstellt das ich in der U-Bahn sicher der Größte war und doch um einiges massiger als diese Leute könnte man meinen, man hat dort einen leichten Stand. Aber was macht einer gegen hunderte. Nichts. Die Leute drängen einen raus, schupfen und drängeln. Ein Wahnsinn. Ein Erlebnis. Ein Must-See! Oh sorry, ein Must-Feel!

Shenzhen ist sehr neu. Alles ist neu gebaut und riesig. Ich kenne ja große Städte wie Chicago oder New York und andere, doch Shenzhen ist eindrucksvoller. Wenn jemand die Witze von Michael Mittermeier über die WM bzw Olympia Stadien kennt, der weiß was ich meine. "Wir brauchen Wolkenkratzer. 50 Stockwerke hoch." wäre der Auftrag. Die Antwort der Chinesen: "Wie viele? Welche Farbe?". Geliefert wird noch im selben Jahr so wie es aussieht.
Chinesen sind ja bekannt dafür alles mögliche zu kopieren. Angefangen von Fertigungsmaschinen, Marken, Sessellifte, ganze Städte (Hallstadt) bis hin zu offensichtlichen Dingen wie ganzen Hochhäusern. Hier sieht man Designs wie man sie von anderen Städten kennt. Witzig irgendwie.

Angekommen im Exhibition Center stellten wir (Wolfgang und Bianca sind nun auch hier) fest, dass die Konferenz anscheinend sehr schlecht besucht ist. Wenige Posters für unsere Session sind ausgestellt und die Konf. an sich ist sehr sehr schlecht organisiert. Studentenvorträge auf der TU Wien sind anspruchsvoller und in besserem Englisch als die Vorträge hier. Die Votragssäle sind riesig und kalt und gleichzeitig leer. Tja, man muss wohl dabei gewesen sein, um dieses Feeling zu bekommen. Vom wissenschaftlichen Stellenwert her aber wohl nicht so hoch einzustufen.

Um nochmals auf die "Poster" sprechen zu kommen. Wenn jemand meint am Begriff "Poster" kann man beinahe nichts falsch verstehen, außer vielleicht das man die falsche Größe erwischt, der irrt. 80x120 cm war die Angabe. Da sind Leute anwesend, die hängen 5 A4 Schmierzettel auf (und ich meine wirklich Schmierzettel). Andere kleben vor Ort ihre 24 A4 Zettel zu einem "Poster" zusammen und dies noch schief. Andere stehen vor leeren Wänden und fragen, warum niemand ihr Poster ausgedruckt und aufgehängt hat. Einerseits zum Lachen, andererseits zum Weinen.

Die Mentalität der Leute hier is auch eigenartig. Teils sind sie sehr unfreundlich. Man wird nicht gefragt ob man kurz auf die Seite gehen kann, nein, man wird einfach angestoßen bzw umgerannt. Das Essen vom Buffet wird abserviert obwohl viele noch dort stehen und aus den Töpfen noch auf ihre Teller schöpfen. Sie besitzen kein Zeitmanagement. 7:30 sollte Frühstück sein. Um 7:50 ca. kam da mal jemand daher und stellte die ersten Dinge hin.
Auf der anderen Seite sind sie so "ehrenvoll" und trauen sich nicht, jemanden zu unterbrechen, was bei einer Konferenz nicht gerade toll ist. Meist nach dem ersten Talk in der Früh gibt es deshalb schon 10 Minuten Verspätung, die sich dann durch den ganzen Tag zieht und mehr und mehr wird. Leute hier müssen einfach lernen, dass man Vortragende auch einfach abbrechen kann. Wenn man 15 Min zum Präsentieren hat, dann ist nach 15 Min aus. Zumindest bei den Konfs wo ich bis jetzt war war das so. Hier nicht. Außerdem müssen die Leute eh noch lernen wie man präsentiert. Die lernen ihren Text auswendig und beten den dann vor. Ohne Punkt und Komma. Und verstehn tut man davon auch nix, so schlecht sprechen manche davon Englisch. Ich weiß, man soll nicht mit dem nackten Finger zeigen usw usf. aber wenn ich auf einer Konferenz einen Vortrag gebe, die noch dazu international ist, dann doch bitte so, dass mich die Leute auch verstehen. Auch der Vortrag sollte dann entsprechend vorbereitet sein: PDF anstatt PPTX oder sonstiges, halt Dinge, die überall laufen. Hier verbringen Leute Minuten damit, ihren Laptop anzustecken und den Beamer zu bedienen. Wohlbemerkt sind das dann dafür gleich 5 oder so.

Um auf Leute zu sprechen zu kommen: viele gibts ja hier davon. Und manche davon haben anscheinend nichts zu tun. Wir hatten heute zB lebende Wegweiser am Weg vom Konf-Saal zum Abendessen. Da stand echt an jeder Kreuzung einer mit einem Zettel wo ein Pfeil drauf war und fror sich den Arsch ab (für die ist es hier sehr kalt. Ein Mädchen heute meinte, das sei soweit der kälteste Wintertag heute - mit 10 Grad oder so ... PLUS). Man stelle sich sowas mal in Österreich vor ... da kommt man zum Lachen :D

Tja, wohl genug gelästert für die nächsten 2 Tage.
Jetzt schlägt bei mir das Jetlag erst so richtig ein.

Gute Nacht Europa (bzw schönen Nachmittag),
So long,
Harald

Donnerstag, 5. Januar 2012

Tag 01: Bis zum Dach der Welt und dann ein bisschen weiter rechts!

Hallo,

es ist fast auf den Tag genau ein Jahr her, dass ich den letzten Eintrag hier geschrieben habe. Damals über eine wunderschöne und lustige Zeit gemeinsam mit super Freunden aus Schweden in Kiruna. Obwohl ich auch im vergangen Jahr viel herumgekommen bin (Holland, nochmals Schweden, Deutschland, Kroatien, etc.) um hauptsächlich diese Leute wieder zu treffen habe ich doch niemals einen Eintrag hier hinterlassen.

Nachdem es aber doch wieder mal eine längere (hauptsächlich auf die Strecke bezogen, leider :( ) Reise ist und diese mich auch noch außerhalb Europas hinbringt - insbesondere so weit in den Osten - muss wieder ein neuer Eintrag her.

Ziel dieser Reise ist Hong-Kong bzw Shenzhen, eine Provinz in den New Territories von China, gleich hinter der Grenze zu Hong-Kong. Zwar nicht nur für Urlaub sondern auch ein bisschen Arbeit, aber trotzdem :). Alleine die Anreise ist hier erwähnenswert. Der Flug von Wien nach Dubai und auch jener weiter von Dubai nach Hong-Kong war mit den Emirates. Und ich muss sagen: einfach toll. Super Essen, sehr nette und freundliche Begleitung, super Flieger. Alleine die neue Boing 777-300 mit den Unterhaltungsprogrammen und der Möglichkeit persönliche Settings usw auf einen USB Stick zu speichern fand ich schon mal super. Dass man dann noch seinen USB Stick anstecken kann um seine MP3s zu hören war genial.

In Dubai gegen 23 Uhr angekommen fand ich leider nur einen riesen Flughafen vor. Und riesig ist sehr riesig in dem Falle. Dubai ist eine andere Dimension. Alles groß und prunkvoll. Sehr protzig halt und vor allem auch modern, da noch recht neu. Auf der anderen Seite ist es sehr eigenartig, dass Leute zumindest nicht so modern wirken. Hier hätte ich dann fast noch Ruth getroffen, eine ehemalige Arbeitskollegin aus Wien. Sie hat am Flughafen auf ihren Flug zurück nach Wien gewartet und ich auf meinen Anschluss nach Hong-Kong.

Der Flug nach China war dann zwiegespalten. Einerseits sehr schön da man über das Dach der Welt fliegt und andererseits anstrengend da hinter mir ein lässtiger Chinese saß, den ich am liebsten verhauen wollt. Durfte ich aber nicht :(
Als Entschädigung dafür gabs dann einen wunderschönen Sonnenaufgang über Tibet und dem Himalay, den man aus fast 12.000m Flughöhe sehr schön sehen konnte. Und da dort die Berge ja nicht "nur" 3.000-4.000m hoch sind sondern 8.000 und höher, stehen die auch schön stramm in der Sonne, weit aus den Wolken heraus. Höhepunkt davon sind Fotos vom Mt. Everest mit seinen Kollegen herum. Traumhaft dies so zu sehen. Wirklich majestätisch ragen die Berge dort hoch über die Wolken hinaus. 8.848m hoch der größte unter ihnen. Eines steht jedenfalls nach diesem Flug fest: eine Reise nach Tibet wird es wohl auch noch geben. Das Land sieht sogar von so hoch oben noch so schön und interessant aus. An Schlaf war somit sowieso nicht mehr zu denken, zu schön war der Anblick und zu sehr war ich damit beschäftigt mir die Berge anzusehen, schließlich fliegt man beinahe eine Stunde lang am Himalaya Gebiet vorbei.

Die erste "Begegnung" mit Chinesen war also nicht sehr erfreulich, doch änderte sich dies dann sogleich am Flughafen. Ich kenne ja viele Flughäfen, aber der in Hong-Kong ist etwas eigenartig beschildert. Man findet ewig den Weg nicht zum Gepäck bis einem dies der Officer am Immigration Stand erklärt. Manche Schilder sind nur aus bestimmten Richtungen montiert, so dass man sie nur lesen kann, wenn man auch von dieser Richtung kommt, aber nicht zB wenn man von rechts kommt. Egal, jetzt kenn ich mich dort auch aus. Und die Leute vom Main-Island Limo Service waren auch sehr nett und haben mir sofort das gesagt was ich wissen wollte und mich dann auch wirklich um den Preis (160 HKD = ca. 16 EUR) vom Flughafen direkt vors Hotel gebracht. Man schaue sich diese Strecke mal an. Da ist Wien -> Schwechat ein Katzensprung dagegen und man überquert nicht dazu noch davor das Südchinesische Meer und eine Grenze zu China.

Einziges Problem dabei ist: man versteht überhaupt nix und diese Leute (zumindest die Fahrer) sprechen kein Englisch. Man kommt sich ein wenig vor wie in einem schlechten Film, wo Gefangene von A nach B transportiert werden. Man sitzt da und weiß nicht was mit einem passiert. Man hofft nur das Beste. Hat aber eh geklappt ;-)
Nach 3 Mal umsteigen, einer Immigration an der chinesischen Grenze, einmal Customs Declaration und einem verrückten Fahrer bin ich dann doch vor dem Hotel gestanden.

Auch vom Fahren her bin ich einiges gewohnt. Der Verkehr in Costa Rica oder Panama war schon verrückt, aber gegen Hong-Kong und Shenzhen fahren die dort wie die Götter und halten sich an alle Verkehrsregeln. Noch nie hatte ich so Angst dass ein Unfall geschieht wie hier. Die fahren alle wie die Wahnsinnigen. Spurwechsel über 5 Spuren - wohlbemerkt Leute von Spur 1 auf 5 und Leute von 5 auf 1 GLEICHZEITIG, hupen (und nein CK und MKK, nicht die Hupe des Tages ;-)), schreien, ich denke auch fluchen usw sind hier an der Tagesordnung. Und dies noch während der Fahrer mit dem Beifahrer anscheinend heftigst diskutiert und dazu schon alle Hände und Füße braucht. Also das er mal in den Spiegel geschaut hätte vor dem Spurwechsel hätte ich nicht feststellen können. Dafür weiß Enrico (so nenn ich ihn mal) aber wie man die Warnblinkanlage einschaltet und wie man den Rückwärtsgang einlegen kann. Live miterlebt habe ich dies auf einer Autobahnabfahrt als er draufgekommen ist, dass er die falsche erwischt hatte. Was macht ein Enrico da: richtig. Bremsen, Warnblinkanlage ein, Rückwärtsgang rein und die Abfahrt wieder zurück rauf währenddessen an ihm dann links und rechts die anderen Autos vorbeifahren. Nachdem wir dann an dem gewünschten Ort angelangt waren dankte ich dem Guten das nix passiert ist (ich glaub aber Enrico hats nicht verstanden) und ging mal ins Hotel.

Nach so einigen Stunden Flug und Anreise ist man ja recht müde und will nicht mehr viel tun außer schlafen. Also ging ich mal ins Hotel. Die Rezeption sah mal ganz ok aus und das Personal war freundlich. Leider konnte nur ein Mädchen Englisch. Also hab ich dann mal gewartet bis die da war um mich einzuchecken. Das Zimmer ist recht passabel. Ich habe schon bei weitem schlimmere Dinge erlebt und für China und diesen Preis ist es echt OK. Nur dass ein Fenster (wenn man es genau nimmt das einzige) nicht ganz zu geht weil der Hebel fehlt nenn ich mal den extremsten Mangel. Das aber bei der Rezeption jemanden zu erklären fällt etwas schwer aus. A: ich kann kein Chinesisch und B: die einzige englischsprachige ist heim gegangen.

Nachdem das Wasser hier nicht sehr lecker riecht wollte ich mir dann noch etwas Wasser holen. Da man dazu ja auch Geld braucht gehe ich also zuvor noch Geld abheben, was wider erwartens super funktioniert, und treffe dabei aber einen super netten Kolumbianer, der in den USA studiert hat und jetzt schon seit 1999 hier in China lebt. Der hilft mir dann mal grob weiter mit Richtungen zu U-Bahn usw, da mir dies auch die Leute im Hotel nicht sagen konnten. Woher auch, sie wussten ja nicht wovon ich redete als ich mit Worten wie Subway, Metro, Underground, etc. um mich warf. Miguel zeigt mir dann also noch die U-Bahn Station und auch noch einen Food-Court und dolmetscht dann auch noch das Problemchen mit dem Fenster für mich. Es gibt ja überall noch nette Leute.

Geholfen hat das mitm Fenster trotzdem nicht. Die Dame (ich nenn sie mal Konstanze) die sich das dann anschaun kam befand das als OK und meinte irgendwie (was ich zumindest so mitbekam) dass dies so gehöre. Chinesiche Baukunst mag ja ander sein, aber laut österreichischer Technik gehört dort an die Stelle wo das Loch dafür vorgesehen ist auch ein Griff hin finde ich. Konstanze schüttelte aber nur den Kopf. Tja, aber das ist eine andere Geschichte.

Ja ansonsten hat der erste Tag nix großartig neues in sich. Mit etwas chatten und surfen geht der Tag zu Ende, der schon 30 Stunden dauerte. Dabei machte ich aber noch Bekanntschaft mit der "chinesischen Auffassung von Datenschutz" aka "The great chinese FIREWALL". Was ist das nun wieder? Na googeln wir das einfach mal. Ach ja, da war was: die FIREWALL. China blockt aus Prinzip zum "Schutz" von Leuten anscheinend gerne Pages. Darunter Google, Blogspot und Facebook. Ich sag dazu nur: danke für die Erfindung des VPNs und danke an die TU für die CISCO VPNs ;-)

Der zweite Tag hier ist nun auch zu Ende. Die Konferenz hat angefangen und ist arschig kalt. Chinesen kopieren ja viel, aber eine Viessmann (schreibt man das so? googlen dauert mir jetzt zu lange. Dafür brauch ich eine VPN Verbindung) Heizung anscheinend nicht. Aber das ist eine Geschichte für einen neuen Eintrag.

Bye aus dem Land der aufgehenden Sonne.

so long,
Harald

PS: Bilder folgen später, die Connection is so langsam
PPS: wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten

Dubai Airport

Da ist noch immer Weihnachten

Dubai Arriving Hall

Escalators

Dubai Airport Waiting Hall

Shopping and Duty Free at Dubai Airport

Schelcht zu sehen, aber da stehts: Mt. Everest

Himalaya Gebirge

Himalaya Gebirge

Himalaya mit dem Dach der Welt, der Mt. Everest (vermutlich ;-) )