nachdem ich nun doch etwas nachlässig war mit meinem Blog gibts mal ein Catch-Up, was in den letzten zwei Monaten so passiert ist. Da ich nach der Rückkehr von Russland im Prinzip andauernd an der Master-Arbeit geschrieben habe und doch einige Events auch noch da waren, hatte ich keine Zeit um den Blog aktuell zu halten. Aber zumindest die Bilder auf Flickr erzählten ja inzwischen die Geschichte schon beinahe von selbst.
Nichts desto trotz gibts hier mal eine Zusammenfassung was nun so alles passiert ist in den letzten Wochen.
Kopenhagen
Direkt nach der Rückkehr von Russland gab es nicht wirklich viel Zeit um sich zu erholen. Schon am Samstag Morgen ging es mit den Leuten der VIS und vielen Kollegen ins schöne Kopenhagen. Schön auf viele Arten. Schön zum Anschaun, schön zum Durchwandern, schön zum Bootfahren, ... und schön teuer. Wer von Schweden schon ein hohes Preisniveau gewohnt ist, der wird in Kopenhagen sicher nicht enttäuscht werden. Beim stolzen Preis von 65 DKK (7,2 dänische Kronen = 1 Euro) für ein Bier werden einem schnell mal die Ohren "welch".
Wer sich aber vom Preis nicht abschrecken lässt erlebt eine wunderschöne Stadt, die vom Flair her beinahe mit Stockholm zu vergleichen ist, aber nach dem Stil von Amsterdam gebaut wurde. Einer der Könige von Dänemark war mal dort und hat das gesehen, so dachte er sich, er baucht sich sowas zu Hause vor der Haustür einfach mal nach. Was gut anfing und beinahe wirklich so aussieht wie Amsterdam endete letztenendlich mit dem eigenen Städtchen Christiania (http://de.wikipedia.org/wiki/Freistadt_Christiania). Dieses kleine Städtchen hat seine eigenen Gesetze. Drogen sind dort legal und können auf den Straßen konsumiert werden (wenn auch "nur" schwache Drogen, harte Drogen sind verboten). Die Leute dort sind der Hippie-Zeit nicht wirklich entkommen und leben in dieser weiter. Es gibt eigene Schulen in dem Städtchen und auch eigene Geschäfte.
| Das Tor zur Freiheit in Kopenhagen |
Außerhalb dieses autonomen Gebietes zeigt sich Dänemark und Kopenhagen, so wie man es sich von einem westlichen Staat erwartet. Die Fußgängerzone von Kopenhagen ist eine der längsten in der Welt (zumindest behaupten die Dänen das) und zieht sich im Prinzip einmal quer durch die Stadt und endet am "Nyhavn" (Neuer Hafen). Dieser Teil der Stadt ist wohl der bekannteste und auf ca. 98,9% (geschätzt) der Postkarten abgebildet. Von hier aus ging es dann per Boot durch die Kanäle von Kopenhagen vorbei am Schloss, der Oper und dem Theater, durch enge Kanäle zwischen Siedlungen und unter niedrigen Brücken wieder zurück bis zum Nyhavn.
| Tim springt vor der Kulisse Nyhavn |
| Manchmal heißt es Kopf-einziehen bei den niedrigen Brücken |
| Opern in Kopenhagen |
| Kopenhagen @ Night |
Nach einem ganzen Tag auf den Füßen und Sightseeing quer durch die Stadt gabs am Abend noch was angenehmes zu Essen, bevor es dann mit dem Partybus wieder zurück nach Växjö ging - erneut über die famose Öresundbrücke. Dieses kleine Ding verbindet Schweden mit Dänemark und ist knappe 7,9 km lang. Bei ca. 1 Mrd Euro Baukosten rechtfertigt sich dann beinahe auch der Preis von ca. 35 Euro pro Überfahrt. Zumindest hat man auch noch Spaß, wenn der Wind über die Meeresenge hereinbläst ;-)
Lustig wars, spaßig wars, ;-)
Alle Bilder von Kopenhagen gibts hier: Kopenhagen @ Fluidr
Besuch bei meiner Freund-Familie:
Nachdem ich nun auch meine Freundfamilie länger nicht gesehen hatte und das vorige Treffen (ich war in Russland) verpasst habe, organisierten wir ein Wochenende am Land bei meiner Freundfamilie. Das kleine Schwedenhäuschen steht wie im Bilderbuch abseits von jeglicher Zivilisation am See, ist rot und weiß umrandet. Meine zwei Friend-Family-Kollegen Felix und Steffen kamen ebenfalls mit an diesem Wochenende, um sich die tief verschneite Winterlandschaft in Åseda anzusehen.
| Haus im Niergendwo: der schwedische Traum (oder doch der deutsche Traum?) |
| Der See im Hintergrund |
| Schweden tief verschneit |
| Floß für den Sommer: wenn mal das Abendessen am See genossen werden soll, kann man sich mit diesem Floß einfach am See treiben lassen. |
Dort angekommen wurden wir von Monica und Karl (Kalle) richtig verwöhnt. Traumhaft gutes schwedisches Essen, schwedische Fika, Spaziergänge im tief verschneiten Wald und am See rundeten das Programm für das Wochenende perfekt ab. Eigentlich wäre es ja geplant gewesen die Gläsbläserei anzusehen, die dort in der Nähe ist. Doch erlaubt der viele Schnee an diesem Wochenende es nicht, dort hin zu fahren.
| Unsere "Familie": vorne: Monica und Karl (Kalle), hinten. Felix, Steffen und ich |
Goodbye Gala
Nicht nur das Jahr ging nun langsam dem Ende zu, auch das Semester hier in Växjö. Damit verbunden ist aber auch leider die Zeit "Goodbye" zu Freunden zu sagen. Viele reisten schon vor Weihnachten ab, wenn sie keine Kurse mehr im Jänner hatten. Speziell dafür, und um das vergangene Semester revue passieren zu lassen, organisierte die VIS eine "Goodbye Gala". Ein Abend mit gutem Essen, Unterhaltung, Performances, netten Gesprächen und anschließender Party folgte.
Dies war auch mein erster "semiprofesioneller" Auftritt als Fotograf, nachdem mich die VIS gefragt hatte, ob ich denn nicht die Bilder der "Goodbye Gala" machen wollen würde. Bilder von den früheren Trips nach Stockholm, Gotland und Kopenhagen überzeugen sie wohl ;-)
Hier einige Bilder der Gala:
| Die Cuties vom Dienst: Niels, Lukas, Georg und Christina |
| Umzingelt von Schwedinnen: Hannah, Ich und Sara |
| Unser Essen: yummieh |
Nachdem alle saßen und das Essen serviert wurde, gabs eine nette Überraschung der VIS. Es wurden verschiedene Leute und Gruppen aus den Studenten für spezielle Aktivitäten geehrt: auffälligestes Kostüm zu Halloween, der beste Partykorridor, die beste Fußballmannschaft, ...
Nach einer traumhaft schönen Einlage von Johannes am Klavier, Sjoerd an der Gitarre und Isabelle als Sängerin ging die Gala zu Ende und die Meute brach auf, um die Party im Stallarna am Laufen zu halten. Ein wunderschöner Abend, der mit viel Party zu Ende ging. Unvergesslich!
Alle Bilder der Gala: Goodbye Gala
Trip nach Kalmar und Öland
Nachdem ich ja auch Besuch aus Österreich bekam und wir was von Schweden sehen wollten, gings an einem Sonntag mal nach Kalmar und Öland. Ich kannte das ganze ja schon im Sommer, doch stellte sich heraus dass das ganze bei Schnee und Eis noch besser aussieht.
Mit Stefan, seinem Freund und Denise gings dann an einem Sonntag nach Kalmar. Das Hauptziel dort war eigentlich nur das Schloss, welches zu der Zeit tief verschneit in der zugefrorenen Bucht stand. Leider war das Schloss an sich zugesperrt und wir konnten nicht hinein, um die Ausstellungen zu besichtigen. Doch alleine die Aussicht am Schloss war wunderschön, trotz des eiskalten Windes, der wehte. Nach einem kleinen Spaziergang rund um das Schloss und anschließendem Spaziergang in der Stadt holten wir uns mal eine Stärkung, bevor es anschließend weiter nach Öland ging.
| Schloss verschneit |
| Traumhaft schönes Wetter und dicke Eisschicht in der Bucht |
| Am zugefrorenen Meer stehen/gehen: abgehakt :) |
Auch Öland war natürlich tief verschneit und zu diesem Zeitpunkt war es wohl nicht ratsam, längere Zeiten im freien zu verbringen. Eiskalte Winde fegten über die Insel und machten die -5 Grad doch recht kalt. Die Reise auf Öland ging dann aber nur in den Süden, um den Aussichtspunkt dort und somit den Leuchtturm und das Naturreservat zu sehen. Ebenfalls unter einer tiefen Eisdecke präsentierten sich dann die dort normalerweise vorhandenen kleinen Tümpel, in welchen sich im Sommer die Vögel tummelten.
| Zugefrorene Tümpel im Naturreservat im Süden von Öland |
Alle Bilder von Kalmar und Öland: Kalmar und Öland
Vinter i Växjö och Sverige
Wohl kaum zu übersehen an den Bildern: es zog der Winter in Schweden ein. Das brachte mich natürlich auch dazu, öfters mal nach draußen zu gehen, um schöne Fotos der Winterlandschaft in Schweden zu machen. Doch dies stellte sich teilweise als nicht so leicht heraus. Bei Temperaturen von -24 Grad und Wind ist es durchaus unangenehm die Kamera länger zu bedienen. Die Finger werden dann doch kalt. Nichts desto trotz gibt es Fotos, die mehr oder weniger schön zum Anschauen sind.
Fazit: ich brauche noch viel mehr Übung im Fotos machen wenn es verschneit ist. Hier aber einige Bilder:
| Die Brücke hinterm Schloss über den nun zugefrorenen See, tief verschneit |
| Die Bibliothek in der Nacht |
| Vollmond in Växjö im Winter I |
| Vollmond in Växjö im Winter II |
| "Take a seat" |
| Traumhaftes Winterwetter ... |
| ... um im Schnee zu spielen |
| Mathijs im Schnee |
| Das Hauptgebäude der Uni von hinten |
| Walking on the lake |
Damit ist nun mal die Zeit von November bis Ende Dezember aufgeholt. Mal schaun, ob ich nun regelmäßiger zum Schreiben kommen werde.
Hej då,
Harald
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