Donnerstag, 6. Januar 2011

Noch weiter in den Norden: Kiruna

Hej hej,

nach einem schönen Weihnachtsfest im Kreise der Freunde hier am Campus mit gutem Essen und Getränken ging es am 25ten Dezember auf nach Stockholm, womit unser Trip nach Kiruna startete.

Das Team:
Gemeinsam mit 8 Kollegen ging es auf in den wirklich hohen Norden, um dort absolute Kälte, Polarnächte und Nordlichter zu erleben.
Mit Lukas, dem Organisator der Runde, Niels, Georg, Mathijs, Hannah, Christina, Franz-Josef und Sjoerd ging es auf eine unvergessliche Reise, die vor allem geprägt von Schnee und Kälte war.

Der erste Tag
Nach der Anreise am 25ten nach Stockholm ging es am 26ten von Stockholm per Flieger nach Kiruna. Der Flug dauerte angenehme 1,5 Stunden und verging "wie im Flug". Alle waren gespannt auf das, was uns in Kiruna erwarten würde. Niemand hatte zuvor Nordlichter gesehen und jeder betrachtete also zuerst beim Aussteigen aus dem Flieger einmal den Himmel. Doch war es am ersten Abend bewölkt: somit keine Chancen auf Nordlichter.
Nachdem wir uns in die Stadt verirrt hatten und dort unsere Unterkunft aufsuchten, liesen wir den ersten Abend bei einem netten Essen und einer (oder waren es doch mehrere) Runden Kings-Cup ausklingen. Dem einzigen dem das nicht so gefiel war der Inhaber des Hostels am nächsten Tag. Er klagte über die zwei oder drei Bierdosen, die noch in der Küche standen :-p.

Kiruna-Airport
Uns war warm am ersten Abend :)

Der zweite Tag
Der Tag hat angenehm mit einem Frühstück begonnen, nachdem wir unsere Küche erst mal wieder "elektrifizieren" mussten. Der Hostel-Inhaber wollte uns eine Lehre erteilen und hat die Sicherungen rausgedreht, nachdem wir ein paar Bierdosen am Tisch gelassen hatten (*hust hust*).
Nach dem ausgewogenen Frühstück und einer Dusche gings dann ab, um die "Stadt" Kiruna zu erkunden. Mit ca. 20.000 Einwohnern ist die Stadt doch relativ groß. Hauptsächlich geprägt von der Eisenmine und dem Bergbau im Allgemeinen hat die Stadt sonst aber nicht viel zu bieten. Neben einem schönen Gemeindehaus und der wunderschönen lappischen Kirche gibts nicht viel zu erkunden.

Aussicht Richtung Norwegen mit den Bergen an der Grenze im Hintergrund
Gemeindehaus von innen
Holzfiguren
Lappische Kirche
Glockenturm
Kirche von innen
Nach dem Rundgang in der Stadt gings mit dem Bus zum Eishotel. Eine Location, wo man einfach gewesen sein muss, wenn man im hohen Norden ist. Das Eishotel ist nun fertig gebaut (es war noch nicht fertig kurz vor Weihnachten). Gebaut nur aus Eis und Schnee stellen hier Künstler ihre Arbeiten zur Schau. In diesem Falle sind die einzelnen Zimmer (ja, man kann hier auch schlafen) immer in einem bestimmten Thema gestalltet. Ein Übernachtung im -5 Grad kalten Hotel kostet auch nur läppische 200 Euro aufwärts, je nachdem, wo man logiert.

ICEHOTEL, we are coming
Eingangshalle: die Säulen aus Eis


Eingangshalle
"Retro Drive" Zimmer
Sieht zumindest kuschlig und warm aus

"Sphere"
was fürs Auge
Die Kirche im Hotel
Eine andre Art von Bilderrahmen

Nachdem uns ja doch allen recht kalt war nach dem Aufenthalt im Eishotel (obwohl es drinnen warm war), gabs mal ein nettes Aufwärmgetränk bevor wir am Abend zur ersten Snowmobile-Tour aufgebrochen sind. Gemeinsam mit einigen anderen Touristen sind wir abends von Kiruna weg mit den Schneemobile mitten in die Wildnis gefahren, um dann dort in einer Holzhütte ein typisch lappisches Essen zu genießen. Rentiereintopf.

Die Tour selbst war recht schön und führte duch tief verschneite Wälder. Einzig und allein der Fakt, dass wir so viele waren bremste uns. Dadurch das auch Kinder dabei waren, konnten wir nicht so schnell fahren. Und zu guter Letzt verdarb uns dann noch ein Spanier mit dünnen FINGERHANDSCHUHEN den Spaß. Da er seine Finger nicht mehr spüren konnte (warum wohl??) drehten wir nach dem Essen um und fuhren zurück ins Camp.

Doch etwas entäuscht davon beschwerten wir uns dann bei der Tour-Leiterin, bekamen dafür dann die Thermosocken gratis zum mitnehmen, was aber auch nicht wirklich ein Trost war. Wir verbrachten also einen Abend am Schneemobil bei -30 Grad und mehr, sahen aber auch keine Nordlichter (bzw nur ganz ganz schwach)

Mehr oder weniger müde gings dann heim, eine letzte Runde Kings-Cup, und dann ins Bett.

Bei -30 Grad ziehen sich sogar Schweden was an :)
Es wurde aber trotzdem warm: Abkühlung im Schnee
Lukas und Hannah am Snowmobile


Der dritte Tag
Der dritte Tag startete recht spät, da wir wussten, das unsere gebuchte Minentour erst am Abend stattfinden sollte. Gegen Mitte des Tages bekam dann Lukas doch den Anruf, das die Tour abgesagt wurde, da wir zu wenig Leute sind. Wir entschieden uns dann deshalb, eine kleine Tour zum Aussichtshügel zu machen, auf dem es auch eine Skipiste gibt. Am Weg dort hin konnte ich es mir dann aber nicht nehmen lassen, in Kiruna noch kurz klettern zu gehen. ;-)

Klettern in Kiruna, weiter nördlich war ich noch nie ;-)
Nette Zeichnung
Christina, im Hintergrund die Mine von Kiruna
Unsere kleine Reisegruppe
Die Mine von Kiruna: die größte Mine der Welt
Anfangs waren wir etwas niedergeschlagen, dass wir die Minentour nicht machen konnten, da es sich um die größte Mine der Welt handelt. Es wäre doch interessant gewesen, die Mine zu besuchen und bis auf 540 Meter hinunterzusteigen (derzeit sind die dort schon auf einem Level von 1,25km unter Tag). Im Endeffekt stellte sich dies aber als die beste Entscheidung überhaupt heraus. Genau zu der Zeit, wo wir in der Mine, also hunderte Meter unter Tag, gewesen wären, sahen wir die schönsten Nordlichter. Schon als wir von unserer Tour-Leiterin abgeholt wurden an dem Abend, begann das Schauspiel. Als wir dann an unserem Haus waren, welches wir für diesen Abend gemietet hatten, war das Wunderwerk voll im gange.

Nordlichter am ganzen Himmel

Während wir den wunderschönen Nordlichtern beim Spielen am Himmel zusahen, entschlossen wir uns den Surströming zu essen. Eine schwedische Spezialität (mehr oder weniger). Übersetzt bedeutet das "saurer Hering". Es ist im Prinzip Gammelfisch. Hering der zuerst eingesalzen wird und dann in einer speziellen Sauce in der Dose an Sonnenlicht dahinrottet. Alleine beim Öffnen der Dose wurde uns allen schlecht, doch wir blieben hart und zogen das Ganze noch durch. Es wurden Sandwiches mit Sourcream und Zwiebel vorbereitet, auf denen dann der Surströming zum Liegen kam. Auf 1, 2, 3 nahm jeder einen großen Bissen und fing an zu kauen. Die Harten schluckten es sogar runter, andere spuckten alles gleich wieder aus. Der Geschmack topt den Gestank noch ca. um das hundertfache. Aber: wir haben es versucht.

Surströming so wie er aus der Dose kommt

Der erste Versuch

Nach einem versautem Sandwich mit Surströming ging es später richtig ans Kochen. Mathijs und F-J zauberten eine brilliante Pasta und gemeinsam am großen Tisch in unserem eigenen Haus für diese Nacht gab es dann ein super Abendessen.

Abgeschlossen wurde der Abend bei einem Bier vor dem Fernseher und dem offenen Kaminfeuer bevor wir dann über den zugefrorenen See zum Hauptcamp gingen, um dort die Sauna anzufeuern und uns anschließend im eiskalten See abzukühlen. Das Aufwärmen der Sauna dauerte jedoch einige Zeit, da diese für ungefähr 20 Leute gebaut war - also recht groß. Wir vertrieben uns aber die Zeit mit einigen Runden Kings-Cup, was für Spaß und Kurzweile sorgte.
Der Saunagang selbst war auch mal was besonderes. Wann hat man schon die Möglichkeit den Boden in der Sauna zu öffnen, eine dünne Eisschicht zu durchschlagen und dann in den darunterliegenden See zu springen. Die Sauna ist direkt am See gebaut (natürlich auf Pfählen) und im Winter haut man dort einfach ein Loch in den zugefrohrenen See, um reinspringen zu können. Auch wenn die Überwindung anfangs groß war, die Abkühlung war hervorragend.

Zurück gings dann wieder über den See, für einige von uns sogar mit Langlaufskiern. Zu dieser Zeit waren die Nordlichter aber schon fast wieder weg. Werden wohl auch genug vom Gestank des Surströmings gehabt haben.

Der letzte Tag
Nachdem unsere erste Tour mit den Schneemobilen ja etwas fad war, entschieden wir uns beim Camp Alta zu fragen, ob man denn  nicht noch eine Tour machen könnte, die dann aber etwas flotter gemacht werden würde. Kurz darauf erhielten wir auch schon die Antwort: nächster Morgen, 9:30 Pick-Up und dann 38 km über zugefrorene Seen entlang zum Eishotel und zurück. Klang vielversprechend und wir alle freuten uns.
Doch nach der Sauna am Vorabend bekamen wir eine SMS, dass die Tour gecancelt werden musste, weil einer der Guides ausgefallen sei. Also hatten wir eine etwas längere Nacht, wir mussten ja auch das Bier aufbrauchen.
Morgens um 7:45 erhielt Lukas dann einen Anruf, dass die Tour doch stattfinden konnte, aber so gegen 10:30. Alle von uns (verkatert) freuten sich aber riesig und wir sagten zu.

Wir wurden also abgeholt nachdem wir das Haus geputzt hatten und ich den Müll in den Mülleimer geworfen hatte, wo vorabends der Surströming drinnen landete. Ich entschied mich dann aber doch dazu, nicht dort auch reinzukotzen und behielt das Frühstück brav im Magen.
Im Camp angekommen wurden die Schneemobile schon vorgeheizt bzw liefen warm, während wir angezogen wurden. Wie auch schon bei der letzten Tour bekamen wir übergroße Overalls, die wir über unsere Schiwäsche anzogen und zusätzliche Handschuhe und Schuhe. Man sieht zwar aus wie das Michelin-Männchen danach, aber bei 100 km/h und -25 Grad Außentemperatur zieht man das gerne an. Wichtigestes Kleidungsstück ist aber fast der Schal + die Sturmmaske. Manche von uns können da eine Geschichte erzählen was passiert, wenn Schal + Sturmhaube nicht ganz unter die Schibrille ragen.

Nach der Prozedur gings dann aber schon los: anfangs mit Startschwierigkeiten (die Dinger sind die ganze Zeit abgestorben weil es so dermaßen kalt war, und ich durfte jeden wieder per Kickstarter ankurbeln) gings dann aber doch über den ersten See, zum Aufwärmen mit nur 60 km/h.

Kurz nach dem ersten See kam eine Straße wonach es dann in den tief verschneiten Wald ging. Tief verschneite Bäume entlang vom Flussbett und einfach traumhafte Natur prägten uns. Danach kam der Fun-Part: mit ca. 100 km/h gings letzten Endes die letzten (geschätzten) 6 km entlang eines Flusses zum Eishotel. Man kann sich nicht vorstellen wie viel Spaß es macht so ein Ding über eine reine Schneefläche zu treiben, mit 100 Sachen.

Nach kurzer Aufwärmpause am Hotel ging es dann wieder retour zum Camp wo wir uns dann am Eisfischen versuchten. Fischen mag schon ein Geduldssport sein, doch Eisfischen schlägt alles. Erstens braucht man mal Ewigkeiten und noch drei Tage um ein Loch in den See gebohrt zu haben und dann sicher nochmal so lange um überhaupt mal ein Fischchen zu sehen. Da die Eisdecke am Ufer doch recht dick war (man sagte uns so um die 70cm bis einen Meter) entschieden wir uns dazu, unser Loch etwas weiter in der Mitte zu machen. Doch auch dort ist es noch 50 cm und dicker. Wir hielten also nicht lange durch und gaben es dann nach 15 cm Loch auf. Fazit: zu fad

So wie der Tag angefangen hat, so hat er dann auch geendet: mit einem wunderschönen Schauspiel am Himmel. In Kiruna ist zu dieser Zeit die Polarnacht, dh, die Sonne steigt nie über den Horizont. Es wird zwar hell und wieder dunkel, doch ist das Gefühl ganz komisch und das Licht ganz anders. Eine Art Sonnenaufgang und Untergang ist zwar erkennbar, doch verfärbt sich der Himmel ganz eigen. Farben sind einfach viel intensiver und gehen mehr ins Rot und Orange.

"Sonnenaufgang" so gegen 9 am Morgen
Unsere Raser: Hannah und Christina, mit 120 übern zugefroren See

wunderschöne verschneite Landschaften

wohin das Auge reicht Schnee

"Sonnenuntergang" überm See

Hannah versucht sich mal mit dem großen Spielzeug

das sieht schon vielversprechend aus

Wir vor dem wunderschönen Sonnenuntergang am zugefrorenen See
Nachdem wir dann noch den letzten "Sonnenuntergang" am See betrachtet hatten ging es wieder zurück in die Stadt und später zum Flughafen, wo unser Ausflug dann auch sein Ende fand. Zurück nach Stockholm und nächsten Tag weiter nach Växjö hieß es dann.

Nichts desto trotz ist dieser Kurztrip einer der schönsten und aufregensten seit langem gewesen. So viele schöne Dinge, die nicht so viele Leute sehen wie zB Polarlichter und Polarnächte konnten bewundert werden. Auch wenn es kalt dort oben ist, es ist wunderschön im Winter und auf alle Fälle einen Ausflug wert. Ich werde die Zeit dort sicher nicht so schnell vergessen.

PS: Alle Bilder von Kiruna: Kiruna

Hej då,
Harald

Weihnachten i Växjö

Hallo,

nachdem viele Studenten nicht heim gefahren sind über Weihnachten, haben wir "hier-gebliebenen" Studenten eine kleine Feier am Campus angesetzt.

Gemeinsam mit Georg, Niels, Lukas und Christina sorgten wir für das leibliche wohl von 16 Gästen. Gekochte wurde Schweinsbraten nach bayrischem Rezept, Semmelknödel (Serviettenknödel) und Sauerkraut. Als Nachspeiße gabs von Andrei und Franz-Josef einen rumänischen Schoko-Nuss Stollen und von Kelly amerikanische Oreo-Choco-Balls.

Nach einem sehr guten Essen, gutem Wein und den Nachspeisen gings später dann raus, um in unserer Schneebar am Feuer Glühwein (Glögg) zu trinken und den Abend angenehm ausklingen zu lassen.

Hier einige Eindrücke von meinem Weihnachtsabend in Växjö:

Schweinsbraten im Ofen
Das Team: Niels, Christina, Lukas, Georg und ich
Christbaum in Växjö
Christina und ihr Werk: der gedeckte Tisch
"Na Mahlzeit ..."
Frohe Weihnachten, God Jul

Der Rest der Bilder: Weihnachten in Växjö

Ha det bra!
Harald

Aufholjagd: 2 Monate in einem Post

 Hejsan,

nachdem ich nun doch etwas nachlässig war mit meinem Blog gibts mal ein Catch-Up, was in den letzten zwei Monaten so passiert ist. Da ich nach der Rückkehr von Russland im Prinzip andauernd an der Master-Arbeit geschrieben habe und doch einige Events auch noch da waren, hatte ich keine Zeit um den Blog aktuell zu halten. Aber zumindest die Bilder auf Flickr erzählten ja inzwischen die Geschichte schon beinahe von selbst.

Nichts desto trotz gibts hier mal eine Zusammenfassung was nun so alles passiert ist in den letzten Wochen.

Kopenhagen
Direkt nach der Rückkehr von Russland gab es nicht wirklich viel Zeit um sich zu erholen. Schon am Samstag Morgen ging es mit den Leuten der VIS und vielen Kollegen ins schöne Kopenhagen. Schön auf viele Arten. Schön zum Anschaun, schön zum Durchwandern, schön zum Bootfahren,  ... und schön teuer. Wer von Schweden schon ein hohes Preisniveau gewohnt ist, der wird in Kopenhagen sicher nicht enttäuscht werden. Beim stolzen Preis von 65 DKK (7,2 dänische Kronen = 1 Euro) für ein Bier werden einem schnell mal die Ohren "welch".

Wer sich aber vom Preis nicht abschrecken lässt erlebt eine wunderschöne Stadt, die vom Flair her beinahe mit Stockholm zu vergleichen ist, aber nach dem Stil von Amsterdam gebaut wurde. Einer der Könige von Dänemark war mal dort und hat das gesehen, so dachte er sich, er baucht sich sowas zu Hause vor der Haustür einfach mal nach. Was gut anfing und beinahe wirklich so aussieht wie Amsterdam endete letztenendlich mit dem eigenen Städtchen Christiania (http://de.wikipedia.org/wiki/Freistadt_Christiania). Dieses kleine Städtchen hat seine eigenen Gesetze. Drogen sind dort legal und können auf den Straßen konsumiert werden (wenn auch "nur" schwache Drogen, harte Drogen sind verboten). Die Leute dort sind der Hippie-Zeit nicht wirklich entkommen und leben in dieser weiter. Es gibt eigene Schulen in dem Städtchen und auch eigene Geschäfte.

Das Tor zur Freiheit in Kopenhagen

Außerhalb dieses autonomen Gebietes zeigt sich Dänemark und Kopenhagen, so wie man es sich von einem westlichen Staat erwartet. Die Fußgängerzone von Kopenhagen ist eine der längsten in der Welt (zumindest behaupten die Dänen das) und zieht sich im Prinzip einmal quer durch die Stadt und endet am "Nyhavn" (Neuer Hafen). Dieser Teil der Stadt ist wohl der bekannteste und auf ca. 98,9% (geschätzt) der Postkarten abgebildet. Von hier aus ging es dann per Boot durch die Kanäle von Kopenhagen vorbei am Schloss, der Oper und dem Theater, durch enge Kanäle zwischen Siedlungen und unter niedrigen Brücken wieder zurück bis zum Nyhavn.

Tim springt vor der Kulisse Nyhavn


Manchmal heißt es Kopf-einziehen bei den niedrigen Brücken


Opern in Kopenhagen

Kopenhagen @ Night

Nach einem ganzen Tag auf den Füßen und Sightseeing quer durch die Stadt gabs am Abend noch was angenehmes zu Essen, bevor es dann mit dem Partybus wieder zurück nach Växjö ging - erneut über die famose Öresundbrücke. Dieses kleine Ding verbindet Schweden mit Dänemark und ist knappe 7,9 km lang. Bei ca. 1 Mrd Euro Baukosten rechtfertigt sich dann beinahe auch der Preis von ca. 35 Euro pro Überfahrt. Zumindest hat man auch noch Spaß, wenn der Wind über die Meeresenge hereinbläst ;-)

Lustig wars, spaßig wars, ;-)

Alle Bilder von Kopenhagen gibts hier: Kopenhagen @ Fluidr


Besuch bei meiner Freund-Familie:
Nachdem ich nun auch meine Freundfamilie länger nicht gesehen hatte und das vorige Treffen (ich war in Russland) verpasst habe, organisierten wir ein Wochenende am Land bei meiner Freundfamilie. Das kleine Schwedenhäuschen steht wie im Bilderbuch abseits von jeglicher Zivilisation am See, ist rot und weiß umrandet. Meine zwei Friend-Family-Kollegen Felix und Steffen kamen ebenfalls mit an diesem Wochenende, um sich die tief verschneite Winterlandschaft in Åseda anzusehen.

Haus im Niergendwo: der schwedische Traum (oder doch der deutsche Traum?)

Der See im Hintergrund
Schweden tief verschneit
Floß für den Sommer: wenn mal das Abendessen am See genossen werden soll, kann man sich mit diesem Floß einfach am See treiben lassen.

Dort angekommen wurden wir von Monica und Karl (Kalle) richtig verwöhnt. Traumhaft gutes schwedisches Essen, schwedische Fika, Spaziergänge im tief verschneiten Wald und am See rundeten das Programm für das Wochenende perfekt ab. Eigentlich wäre es ja geplant gewesen die Gläsbläserei anzusehen, die dort in der Nähe ist. Doch erlaubt der viele Schnee an diesem Wochenende es nicht, dort hin zu fahren.

Unsere "Familie": vorne: Monica und Karl (Kalle), hinten. Felix, Steffen und ich
Alle Bilder vom Besuch: Friend-Family


Goodbye Gala
Nicht nur das Jahr ging nun langsam dem Ende zu, auch das Semester hier in Växjö. Damit verbunden ist aber auch leider die Zeit "Goodbye" zu Freunden zu sagen. Viele reisten schon vor Weihnachten ab, wenn sie keine Kurse mehr im Jänner hatten. Speziell dafür, und um das vergangene Semester revue passieren zu lassen, organisierte die VIS eine "Goodbye Gala". Ein Abend mit gutem Essen, Unterhaltung, Performances, netten Gesprächen und anschließender Party folgte.
Dies war auch mein erster "semiprofesioneller" Auftritt als Fotograf, nachdem mich die VIS gefragt hatte, ob ich denn nicht die Bilder der "Goodbye Gala" machen wollen würde. Bilder von den früheren Trips nach Stockholm, Gotland und Kopenhagen überzeugen sie wohl ;-)

Hier einige Bilder der Gala:

Unsere kleine Gruppe: hinten: Francois, Niels, Christina, Verena, Jelle, Maria, Tim, Magdalena, Christina, Georg, Tanja, Frida, Lukas, Sjoerd, Hannah, vorne: Thomas, Andrei, Franz-Josef, Harald, Valerie (rotes Kleid), Stefan
Die Cuties vom Dienst: Niels, Lukas, Georg und Christina
Umzingelt von Schwedinnen: Hannah, Ich und Sara
Unser Essen: yummieh

Nachdem alle saßen und das Essen serviert wurde, gabs eine nette Überraschung der VIS. Es wurden verschiedene Leute und Gruppen aus den Studenten für spezielle Aktivitäten geehrt: auffälligestes Kostüm zu Halloween, der beste Partykorridor, die beste Fußballmannschaft, ...

Nach einer traumhaft schönen Einlage von Johannes am Klavier, Sjoerd an der Gitarre und Isabelle als Sängerin ging die Gala zu Ende und die Meute brach auf, um die Party im Stallarna am Laufen zu halten. Ein wunderschöner Abend, der mit viel Party zu Ende ging. Unvergesslich!


Alle Bilder der Gala: Goodbye Gala

Trip nach Kalmar und Öland
Nachdem ich ja auch Besuch aus Österreich bekam und wir was von Schweden sehen wollten, gings an einem Sonntag mal nach Kalmar und Öland. Ich kannte das ganze ja schon im Sommer, doch stellte sich heraus dass das ganze bei Schnee und Eis noch besser aussieht.
Mit Stefan, seinem Freund und Denise gings dann an einem Sonntag nach Kalmar. Das Hauptziel dort war eigentlich nur das Schloss, welches zu der Zeit tief verschneit in der zugefrorenen Bucht stand. Leider war das Schloss an sich zugesperrt und wir konnten nicht hinein, um die Ausstellungen zu besichtigen. Doch alleine die Aussicht am Schloss war wunderschön, trotz des eiskalten Windes, der wehte. Nach einem kleinen Spaziergang rund um das Schloss und anschließendem Spaziergang in der Stadt holten wir uns mal eine Stärkung, bevor es anschließend weiter nach Öland ging.

Schloss verschneit
Traumhaft schönes Wetter und dicke Eisschicht in der Bucht
Am zugefrorenen Meer stehen/gehen: abgehakt :)

 Auch Öland war natürlich tief verschneit und zu diesem Zeitpunkt war es wohl nicht ratsam, längere Zeiten im freien zu verbringen. Eiskalte Winde fegten über die Insel und machten die -5 Grad doch recht kalt. Die Reise auf Öland ging dann aber nur in den Süden, um den Aussichtspunkt dort und somit den Leuchtturm und das Naturreservat zu sehen. Ebenfalls unter einer tiefen Eisdecke präsentierten sich dann die dort normalerweise vorhandenen kleinen Tümpel, in welchen sich im Sommer die Vögel tummelten.

Zugefrorene Tümpel im Naturreservat im Süden von Öland
 Nach einem kurzen Spaziergang im Reservat gings dann mit kalter Nase wieder zurück nach Växjö, wo mal ein warmer Tee und ein gutes Abendessen warteten.

Alle Bilder von Kalmar und Öland: Kalmar und Öland

Vinter i Växjö och Sverige
Wohl kaum zu übersehen an den Bildern: es zog der Winter in Schweden ein. Das brachte mich natürlich auch dazu, öfters mal nach draußen zu gehen, um schöne Fotos der Winterlandschaft in Schweden zu machen. Doch dies stellte sich teilweise als nicht so leicht heraus. Bei Temperaturen von -24 Grad und Wind ist es durchaus unangenehm die Kamera länger zu bedienen. Die Finger werden dann doch kalt. Nichts desto trotz gibt es Fotos, die mehr oder weniger schön zum Anschauen sind.
Fazit: ich brauche noch viel mehr Übung im Fotos machen wenn es verschneit ist. Hier aber einige Bilder:

Die Brücke hinterm Schloss über den nun zugefrorenen See, tief verschneit
Die Bibliothek in der Nacht
Vollmond in Växjö im Winter I
Vollmond in Växjö im Winter II
"Take a seat"
Traumhaftes Winterwetter ...
... um im Schnee zu spielen
Mathijs im Schnee
Das Hauptgebäude der Uni von hinten
Walking on the lake
Der Rest der Fotos kann hier gefunden werden:

Damit ist nun mal die Zeit von November bis Ende Dezember aufgeholt. Mal schaun, ob ich nun regelmäßiger zum Schreiben kommen werde.

Hej då,
Harald