Dienstag, 21. September 2010

Gotland: Visby och Fårö

Hej Hej aus dem hohen Norden,

dass es in Schweden viel Wasser gibt, war mir schon immer klar. Seen sind hier allgegenwärtig und prägen die Landschaft. Doch dass es auch wunderschöne Küstenlandschaften gibt und sogar Sandstrände, das musste ich zuerst selbst kontrollieren.

Mit dem Trip nach Gotland, den Besuch der dortigen "Hauptstadt" Visby und den Ausflügen nach Fårö wurde dies auch gemacht.

Anreise nach Gotland
Gotland liegt ca. 3 Stunden (mit der Fähre) von der Küste Schwedens entfernt. Das Fährenunternehmen, welches zwischen Oskarshamn und Visby verkehrt, bietet auf der Überfahrt alles an, um die Zeit zu verkürzen: angefangen beim Restaurant, Kino, Schlafgelegenheiten, usw sind hier auf der Fähre untergebracht.

Oskarsham bei Nacht beim Ablegen der Fähre
Gotland an sich ist geprägt von Natur und vielen alten Bauten. Alte Steinhaufengräber, Ruinen von Burgen usw sind hier überall zu sehen. Es gibt sogar Reste von Steinhaussiedlungen aus der Zeit von Christi Geburt hier.
Das ursprünglich zu Dänemark gehörende Gotland wurde stark durch viele Kriege geprägt, daher auch die ganzen Burgen, Festungen, Schutzwälle usw. Erst späte, gegen 1645, wurde Gotland wieder schwedisch. Es wurde jedoch auch noch danach noch öfters von Dänen besetzt oder überfallen.

Visby och Fårö
Am ersten Tag wurde die Stadt Visby an sich erkundet. Enge Gassen und nette kleine Schwedenhäuser sind hier vorherrschend. In Mitten der Stadt findet sich aber auch eine wunderschöne Kirche. Domkyrkan S:ta Maria ist nicht nur von außen schön, sondern hat auch im Inneren was zu bieten. Auf jeden Fall einen Besuch Wert.

Ruine von S:ta Katarina
Fensterdetail
Figuren auf der Domkirche S:ta Maria
Figur
Marienfigur beim Eingang
Leuchter in der Kirche
Fenster mit Orgel im Vordergrund

Nach der Stadtbesichtigung innerhalb der Mauern gings später raus, um die Stadtmauern zu bewundern. Die gesamte Stadt ist umgeben von dieser, sich noch immer in sehr gutem Zustand befindlichen, Schutzeinrichtung.

Stadtmauer von Visby

Am frühen Nachmittag gings dann von der Insel Gotland auf eine weitere kleine Insel vor Gotland: Fårö. Diese Insel hat vor allem eine schöne Küste zu bieten, die von Felsbrocken und Felsformationen geprägt ist.

Wunderschön griffige Felsen, perfekt zum Bouldern
Focus on the detail: das "scharfe" Wasser
Fels in der Brandung

Zu guter Letzt gab es am Abend noch einen traumhaft schönen Sonnenuntergang zu sehen. Da wir uns auf der Westseite der Insel befanden und am Horizont nichts im Wege war, konnten wir ein Naturschauspiel sondergleichen verfolgen. Dazu passte noch perfekt, dass es am Horizont leicht bewölkt war, was zu einem atemberaubenden Sonnenuntergang führte.

Sonnenuntergang auf Gotland
Ein einsames Schiff am Horizont

Am Folgetag wurde vor der Abreise noch einmal kurz die Stadt Visby erkundet. Das noch nicht erforschte des ersten Tages wurde jetzt umso genauer unter die Lupe genommen. Ein Ausflug in den botanischen Garten und anschließend ein Spaziergang am Strand rundeten den Ausflug ab, bevor es dann nach einem Zwischenstop bei einer schwedischen Fika wieder zurück zum Festland ging.

Altes Straßenschild
Christina im botanischen Garten
Schwer zu fotografieren bei vollem Zoom und Flug: Seemöwen
"Überblick"

Milchreis gekocht mit Safran - dazu Kaffee
 Fika
 Den Briten sei ihre Tea-Time gegönnt, doch die schwedische Kultur hat die Fika. Als Fika bezeichnet man hier die Kaffeepause mit Kuchen, wobei dies nicht so eng gesehen werden darf. Es kann jegliche Art von Getränk gemeint sein: also auch Tee oder Saft. Auch beim Kuchen sieht man es nicht so eng. Ob es nun die originale Fika ist mit Kaffee und einer Kanelbullar (eine Art Zimtschnecke mit Karamel) oder der oben abgebildete Kuchen der typisch schwedisch ist, ist egal. Auch beliebt: schwedischer Apfelkuchen in jeglicher Form.

Soweit die Erfahrungen auf hoher See, Gotland und Fårö.

PS: alle Fotos des Trips in besserer Qualität:

Vi läses, Hej då!
Harald

Donnerstag, 16. September 2010

Öland: Insel mit Charme


Hej hej,

einen Tag nach dem Welcome-Dinner begaben wir uns auf den Weg nach Öland, "die kleinste historische Provinz Schwedens" [http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96land]

Dieses niedlich kleine Eiland liegt wenige Kilometer vor Kalmar, der Stadt in der der zweite Standort der Linnaeuniversitetet angesiedelt ist, im Osten Schwedens. Von Växjö aus sind es ca. 1:50 Stunden Fahrzeit, bis man in der Gemeinde Borgholm aufschlägt.

Von dort aus haben wir auch das Inselchen, welches nur ca. 137km lang und 16km breit ist erkundet.

Burgruine Borgholm und Sommerresidenz der Könige
Da wir ja schon direkt in Borgholm waren, war der Weg zur alten Burgruine Borgholm nicht mehr weit. Mit sehr gut erhaltenen Mauern ist diese wirklich eine Sehenswürdigkeit, auch wenn sich der Gang ins Innere wohl nicht auszahlt.

Burgruine Borgholm


Ducky versucht die Burg zu erobern

Solide Mauern vereitelten die Angriffe der Dänen


Auch Könige brauchen mal Urlaub. Auch wenn Schweden nur noch eine konstitutionelle Monarchie ist und schon lange den "Riksdag" besitzt, der mit 349 Abgeordneten gefüllt ist, brauchen auch die "Oberhäupter" der Bevölkerung hier, Carl XVI Gustaf und seine Familie ein Plätzchen, wo man sich so ab und zu zurückziehen kann.
Dieses Plätzchen (wohl mehr ein Anwesen) befindet sich auf Öland. Mit dem "Solliden Palace" haben sie hier ein nettes Häuschen stehen, in dem es sich wohl wohnen lässt. Mit verschiedenen Gärten in verschiedenen Stilen, Crocket-Feld, Park, Tennisplatz usw lässt sich hier die Zeit gut vertreiben.

Eingang zum Solliden Palace
Solliden Palace
Gepinkelt wird auch im königlichen Garten

Sitting, Waiting, Wishing

Fingerprints mal anders
Als Gärtner hat man hier wohl einen krisensicheren Job
Kopfsache
Atalanta


Gräberfeld bei Gettlinge, Windmühlen
Im südlichen Teil der Insel befindet sich das Gräberfeld von Gettlinge, welches zurückgeht in die Bronze- und Eisenzeit. Auch wenn die Hügelgräber jetzt nicht so außerordentlich imposant sind, sind sie durchaus einen Halt Wert.

Windmühle in Mitten der Gräber (die Steine)

Überall über die Insel verteilt findet man Windmühlen, die gut erhalten sind und jetzt von verschiedenen Vereinen restauriert werden.

Kleine aber feine Reisegruppe: v.o.n.u: Georg, Christina, Magdalena, Verena, Frida (unser schwedischer Tourguide *gg*), Jelle, Franz-Josef und Margarida

Fort Eketorp und der Süden
Weiter im Süden der Insel gibt es noch ein nettes, jetzt wieder aufgebautes Fort zu sehen: Fort Eketorp. Es war eines der ersten Forts hier auf der Insel und wurde jetzt wieder restauriert um dort Freiluftaufführungen usw zu machen.

Fort Eketorp
Mauerwall

Ich konnte einfach nicht anders, es hat in den Fingern gejukt.

Der südlichste Punkt auf dieser Insel wird duch den Leuchtturm Långe Jan markiert. In Mitten des Naturreservats von Ottenby steht dieser Turm um Schiffe die von Süden kommen auf die Insel hinzuweisen.

Långe Jan

Leuchtturm

Das Reservat an sich ist sehr beliebt bei Biologen  und dient auch als Vogelwarte. Viele Gänse, Schwäne und andere Wasservögel nutzen die natürlich geschützte Bucht vor Ottenby als Nistplatz oder Schlafstätte.

Alles in allem ein sehr schöner und netter Trip, der neben einigen endlosen Lachsalven die Natur und Landschaft Schwedens wieder näher brachte.

PS: wie immer kann Rest der Bilder hier gefunden werden: Trip to Öland

Hej då,
Harald

VIS Welcome Dinner

Hej hej från Sverige

"Jag heter Harald och jag kommer ifrån Österrike. Jag bor i Lyan 62 i Växjö och jag studerar Computer Science. Vad heter du? Var kommer du ifrån?"
So, oder vielleicht doch ein bisschen anders würde ein Schwede wohl einen Smalltalk anfangen, wenn er dazu aufgelegt ist. Wenn gleich gebürtige Schweden gerne unter sich bleiben und sich nur sehr schwer wirklich jemanden gegenüber öffnen, so sind die Leute der VIS anders. Die VIS (Växjö International Students) ist eine Vereinigung der Uni hier, wo ausländische Studenten von einheimischen betreut und unterstützt werden, um das Leben in Schweden so einfach wie möglich zu gestalten.

Ein Team von total netten Schweden und Schwedinnen ( :-) ) kümmert sich darum, dass die Abläufe auf der Uni so gut als möglich gestaltet sind, dass Prüfungen den Formalitäten entsprechen usw. Die VIS ist also eine Anlaufstelle für uns ERASMUS Studenten wenn es um Problemchen im Alltag geht oder im Uni-Alltag.

Doch auch was das Feiern betrifft sind die VIS-Mitglieder immer vorne dabei. Sie bringen mit vielen Freunden ihrerseits laufend auch schwedischen Flair ins Partyleben, um auch mit Schweden in Kontakt zu kommen.
Eben eine solche Party, um sich kennen zu lernen und zu sehen, welche Nationen alles vertreten sind in Växjö, ist das VIS Welcome Dinner gewesen. Ein gemeinsames Abendessen mit typisch schwedischem Apfelkuchen als Nachspeiße wurde serviert, bevor die einzelnen Nationen die Möglichkeit hatten, sich vorzustellen bzw zu präsentieren.

Während manche Nationen dies eher auf traditionelle Art und Weise gemacht hatten wie zB Japan und China, so gab es doch auch welche, die ihrem Namen und Ruf alle Ehre machten: Vorreiter Frankreich knapp gefolgt von Italien.

Bilder vom Dinner
Man erkennt unschwer den Holländer ;-)

USA, Rumänien und Canada vereint


Portugal ... mit der falschen Flagge ;-)

Österreich und Deutschland

Frankreich ... ungeschlagen was den Auftritt angeht

Österreich: Dirndl und Lederhosen waren mit von der Partie

Südkorea in traditioneller Tracht

Japan

Zu guter Letzt: das Gastgeberland Schweden mit ABBA, Pippi, etc.


Anschließend an dieses gemeinsame Essen mit vielen Einlagen von den einzelnen Nationen gings ab zur eigentlichen Welcome Party, dem größten Event hier am Campus. Spaßig wars, lustig wars.

Ich freu mich schon auf die Abschlussparty.

PS: Rest der Bilder hier: [VIS Welcome Dinner]

Vi ses, hej då,
Harald

Sonntag, 5. September 2010

Ich sehe was was du nicht siehst: einen See!!

Hej Hej!

mit einer Fläche von fast 450.000 km² zählt Schweden zu den größten Ländern in der EU. Bei jedoch nur 9,3 Mio. Einwohnern ist es von der Einwohnerzahl her vergleichbar mit Österreich.Wo es aber ebenso einen deutlichen Unterschied gibt ist im Bereich der Wasserfläche:
Schweden 8.7%, Österreich 1.7%

Somit ist es nichts neues, wenn man durch die schwedische Landschaft pilgert, dass man hier und da mal einen See sieht und spätestens nach dem gefühlten hundertsten See wirds langweilig. Nein, es wird natürlich nie langweilig. Jeder der Seen ist anders, wie auch in Österreich.

Da ich ja mittlerweile hobbymäßig zum Fotografen mutiert bin, gibts hier in Schweden also genügend Motive die man festhalten kann. Vor allem Sonnenuntergänge über den Seen, die man im Vergleich zu Österreich gut sehen kann .... es gibt ja keine Berge hier. Dieses Projekt steht noch an, doch habe ich schon mal vom Campus aus diesen Moment probemäßig festhalten können.

Sonnenuntergang über den Dächern des Campus in Växjö

Doch sind es nicht nur die zahlreichen Seen, die hier mal gut zu fotografieren sind. Auch kann man die Uni und das "Teleborg slott" gut fotografieren wenn es zu nächtlichen Stunden mal geöffnet hat. 

Campus @ Night

Eingang zum "Teleborg slott"

Kronleuchter im Schloss

Sitzgelegenheit im Schloss

Wenn man sich schon so schön in freier Natur befindet, so kann man auch an einem der unzähligen Seen ein BBQ machen und die schönen Herbsttage hier im hohen Norden genießen.Wenn man dann auch ruhig genug ist, so ertappt man hier und da im Schilf auch noch die ein oder andere reinrassige Stockente die dann so lange posiert, bis sie sich vertschüsst ;-)


Sundet am See Bergundasjön

See Bergundasjön

Schwedenhäuschen ;-)
Stockente, solange sie einen nicht bemerkt

Stockente, nachdem sie bemerkt hat, dass sie fotografiert wird



So far,
Hej da,
Harald