... aka: "Dal Bhat Power 24 Hours"... aka: "Hatschn fürn inneren Frieden"... aka: "Gemma 'Bergalan' schaun"
Hallo zusammen, Namastè,
nachdem sich das Jahr 2012 - in dem viel passiert ist - ja nun endgültig dem Ende zuneigt und wir (Christian, Marinca und ich) ja im November unsere große Reise taten, wollte ich nun endlich den Post fertig schreiben, damit er auch noch 2012 veröffentlicht wird. Ich kann aber gleich sagen, das wird eine längere Geschichte und ein längerer Post ;-)
Schon im Jänner im Flieger nach Hong Kong sah ich mir stundenlang den Himalaya an. Die Hochebene von Tibet, der Everest, der Lhotse, der Nuptse, alle hohen Berge waren wunderbar zu sehen. Die komplette Annapurna Range und der Manaslu lagen direkt unter mir. Damals dachte ich mir noch, dass Nepal bzw. Tibet sicherlich einen Trip Wert sind und ich da eigentlich hin muss, schon wegen den Bergen.
Marinca kam dann plötzlich mit der Idee, einmal um die Annapurna zu gehen - also den Klassiker unter den Nepal Treks zu machen. Lange wurde eigentlich nicht geplant. Nachdem alle den Urlaub zugesagt bekamen gings im Prinzip an die Vorbereitung. Ein Berg nach dem anderen wurde gestürmt und der wöchentliche Pflichteinkauf beim Bergfuchs machte sich nicht nur am Körper sondern auch am Konto bemerkbar. Von 27.10. bis 19.11. sollten wir im fernen Nepal auf den Spuren der Yaks sein und unsere müden Knochen auf einen ca. 185km langen Trek auf Trapp halten.
Ich bringe hier am besten wie in meinem "altmodischen" handschriftlichen Tagebuch einfach die Tagesetappen bzw jeden Tag extra. Dann weiß der "Leser" auch ca. wo man so immer unterwegs war.
Leider gibts davon jetzt kein wirklich gutes Foto, aber hier ist mal der Trek mit seinen Stopps und den Höhenmetern sowie Distanzen abgebildet.
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| Höhenprofil und Wegstrecken unseres Treks |
Samstag 27. und Sonntag 28.10. - Anreise nach Nepal - Kathmandu
Ja, was soll man über die Anreise schon besonderes schreiben. Die Reise von Christian und mir ging ja leider etwas ungünstig gestaffelt über Dubai und New Delhi nach Kathmandu mit entsprechenden Aufenthalten dazwischen. Zum Glück hatten wir alle die Dinersclub dabei und konnten so wenigstens überall in die Airport Lounges rein. Marinca hat uns ja alleine gelassen und einen anderen Weg genommen. Sie kam einige Stunden vor uns in Kathmandu an.
Zur Einstimmung auf den Urlaub und auch zur Unterstützung des Schlafzentrums gabs mal am Flughafen in Wien ein Bierli und den ersten (der vielen) Gin-Tonic, bevor wir dann zum Gate D23 aufbrachen um mit den Emirates nach Dubai zu fliegen. Wir waren ja zuvor schon dort am Gate, da wir dachten, die neue Sky-Lounge ist jetzt dort im Abflugsbereich. Falsch gedacht. Wir durften also nochmals runter, wieder nach Österreich einreisen und dann im vorderen Bereich in die JetLounge.
Der Flug nach Dubai war ganz ok. Es war ein Nachtflug und das Schlummerbierli half dabei, ein bisschen zu schlafen. In Dubai angekommen hatten wir dann ca. 4 Stunden zwischen den Flügen, die wir in der Marhaba Lounge verbrachten. Mit der Aussicht auf einen geparkten A380 der Emirates gabs kurz ein Frühstück und dann ein Stündchen Schlaf. Mit dem Flug von Dubai nach Delhi stehen jetzt nochmal 4 Stunden vor uns, bevor wir dann von dort in 1,5 Stunden nach Kathmandu fliegen. Also eh schon bald dort ;-) Naja, nach mehr als 24 Stunden Reisezeit und 36 Stunden Wachzeit waren wir dann ja letzten Endes doch in Kathmandu angekommen.
In Kathmandu brauchten wir dann noch ca. eine Stunde, bis wir unser Zeugs hatten und vor allem einreisen durften. Das Visum bekommt man ganz einfach, aber man muss halt Geduld haben. Vor dem Flughafengebäude warteten dann schon die Typen von Himatrek, die uns abgeholten und ins Hotel brachten. Doch wie in jedem solcher Länder kommt man als "Touri" raus aus dem Flughafen und wird umringt von hunderten von Taxifahrern, die alle den besten Preis haben und dich natürlich überall hinbringen, für GANZ wenig Geld. Eh klar. Doch Christian und ich suchten eigentlich nur nach dem Himatrek Logo und somit Prasanta, unseren Ansprechpartner von Himatrek in Kathmandu.
Nachdem wir ihn gefunden hatten und wir einen Blumenkranz umgehängt bekamen, gings dann per Taxi in einer "fünfminütigen" Fahrt ab zum Hotel. Die Fahrt dauerte ca. 25 Minuten und ging im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein. Es war zwar dunkel, aber soviele Schlaglöcher kann man gar nicht übersehen, wie es dort gibt, wobei die Bezeichnung "Schlagloch" vielleicht etwas das eigentliche Gebilde verfehlt. Eine "Schlaggrube" würde eher zutreffen.
Was aber als erstes aufgefallen ists, ist der Geruch in Kathmandu. Es stinkt, leicht beißend, bisschen verrottend, ... man könnte sagen "bestialisch". Überall liegt Müll herum und "verrottet" einfach so vor sich hin. Naja, daran hat man sich aber bald gewöhnt. Woran man sich im ersten Moment nicht so schnell gewöhnt ist der Linksverkehr verbunden mit dem Fahrstil der Leute. Als suizidähnliches Fahrverhalten könnte man das auch beschreiben. Aber solange die Hupe am Auto funktioniert gibts da keine Probleme. Gehupt wird immer und überall, in jeder Situation. Um zu grüßen, um zu warnen, um Vorrang zu "erbitten", um zu sagen "hier komme ich". Einfach mal hupen halt. Kommt aber ganz witzig drüber mit der Zeit.
Ja, mehr gabs am ersten Tag in Kathmandu eh nicht zu sehen, es war ja finster. Christian und ich kamen also nur noch ins Hotel, holten unseren Zimmerschlüssel ab und hauten uns aufs Ohr, was dringend nötig war. Aber ohne Oropax konnte man dieses Hupen nicht verkraften. Also rein damit und bye bye Welt. CU tomorrow.
Montag, 29.10. - Kathmandu
Am ersten Tag gabs nicht viel, das anstand. Wir trafen uns um 10:30 mit Prasanta um unsere Reise zu besprechen und die Ausrüstung etwas zu kontrollieren. Nach der Durchsprache der einzelnen Tagesetappen gings dann etwas in die Stadt von Kathmandu. Wir haben ja direkt in Thamel gewohnt, dem Altstadtteil von Kathmandu bzw dem Zentrum. Von dort aus bummelten wir einmal quer durch die gefühlt 5000 Bergfuchsfilialen, wo man jegliche "Markenware" zu Spottpreisen bekommt, und gingen rauf zum
Swayambhunath Tempel. Überall wo man geht will einem einer etwas andrehen, überall fahren Autos und Motorräder, alle hupen, es ist laut und staubig. Es hätte also durchaus Sinn gemacht, sich ein Taxi zu nehmen und somit diesem Trouble ein bisschen aus dem Weg zu gehen, aber wir wollten ja zu Fuß gehen. Außerdem erlebt man ja so etwas mehr von der Stadt. Und mit dem umgebundenen Buff gehts dann ja zumindest, was den Staub betrifft.
Was sofort auffällt, wenn man die Straßen mal bei Tag abläuft: Müll. Überall liegt Müll rum und niemand kümmert sich darum. Die Menschen dort sind einfach überfordert mit dem Plastikmüll. Alles andere wird einfach verbrannt oder anderweitig entsorgt, aber mit dem Plastikmüll kommen sie nicht klar. Als wir dort über eine Brücke gingen, kam ein kleines Mädchen mit einem Müllbeutel in der Hand - voll mit Plastikmüll und sonstigen Sachen - und warf den Beutel einfach in den Fluss darunter. So unter dem Motto: "Aus den Augen aus dem Sinn" leben dort die Menschen. Sehr schade kann man nur sagen, denn Nepal ist das Land mit den größten Süßwasserreserven der Welt und sie gehen so damit um :-( Sie verschmutzen selbst ihre Flüsse, nicht nur durch den offensichtlichen Müll, sondern auch durch das viele Waschmittel das dort einfach ungereinigt wieder reinfließt. Vor allem am Land waschen die Leute an den Wasserstellen ihre Kleidung mit Seife oder Waschmittel und lassen die gesamte Lauge einfach ins Erdreich versickern. Aber das ist etwas, dass den Leuten einfach egal ist bzw es geschieht aus Unwissenheit. Dass das Dorf 500 Höhenmeter darunter vielleicht auch eine Wasserstelle hat, wo dieses Wasser dann wieder rauskommt, daran denkt einfach niemand.
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| Flüsse in Kathmandu: etwas dreckig. Aber den Schweinen scheint es zu gefallen. |
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| Die diebische Bande: Äffchen am Tempelberg. |
Vom Tempel hat man einen wunderschönen Überblick über Kathmandu Valley und die dahinterliegenden Berge. Dort oben wurde also das erste Mal nepalesische bzw buddhistische Kultur geschnuppert bevor es dann mit den ersten Momos auch kulinarisch weiter ging.
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| Gebetsmühlen: die sieht man hier in diesem Land noch und nöcher. |
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| Kathmandu Valley |
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| Gebetsmühlen |
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| Meine ersten Gemüsemomos mit "bissi scharfer" Sauce ;-) |
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| "Häh, was hast gsagt?" Staub und Lärm in Kathmandu. Das Hupen geht einem nach ca. 10 Minuten auf den Geist. |
Abends nach dem Ausflug gings dann noch mal quer durch Thamel, wo wir uns im "Funky Budda" (wie sich später rausstellte eines der besten Dal Bhat Restaurants) zum ersten Mal Dal Bhat einverleibten ;-) Sehr lecker das Zeugs. Das Nationalgericht der Nepalesen besteht aus Linsensuppe, Reis, einem gerösteten Maisfladen, Gemüsecurry und je nach Region auch noch zusätzlich zB aus einem Hühnercurry. Was nirgends fehlt ist das scharfe Zeugs ;-)
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| Dal Bhat: Reis, Maisflade, oben rechts ein kleiner Salat, oben mittig die Linsensuppe, links das Gemüsecurry und das Hühnercurry, rechts vom Reis das scharfe Pickle Zeugs ;-) .... LECKER!!!!! |
Dienstag, 30.10. - Fahrt von Kathmandu nach Besi Sahar
Der nächste Tag fing schon recht früh an, was mit der Zeitumstellung gar nicht so einfach zu managen war. um 6:30 gings vom "Busbahnhof" in Kathmandu weg nach Besi Sahar in den Lamjung Bezirk. Obwohl wir alle recht müde waren - ja, die Zeitumstellung lässt grüßen - waren wir guter Dinge. Am Platz dort fühlte man sich wie in einem Bud Spencer Film, wenn man die Busse anschaute. Jeder davon anders geschmückt und bemalt. Jeder eine andere Hupe eingebaut. "Pimp my bus" also.
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| Bud Spencer Style: Busse wie aus dem Film |
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| So blöd das klingen mag, aber so unzutreffend ist das gar nicht ;-) |
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| Unser "Pussy-Waggon" für die achtstündige Fahrt. |
Besi Sahar liegt nur ca. 170km entfernt von Kathmandu, also eine Wegstrecke, die man in gut 2 Stunden erledigen kann .... wenns denn Straßen gibt. Hier brauchten wir knapp 8 Stunden dafür. Aber diese 8 Stunden waren eine Bereicherung für unser Leben. In einem Localbus zu fahren, mit all den anderen Nepalis, so nach richtigem Nepali-Style macht schon Spaß. Leute im Bus auf den Sitzen, Leute im Bus am Gang, Leute im Bus am Getriebekasten, Leute außen am Bus wenn sie sich bei der Tür raushängen, Leute AM Bus beim Gepäck, Leute hinten am Bus auf der Leiter, ... einfach lustig. Und was man da noch so alles sieht: Ziegen im Bus, Ziegen am Bus, Motorräder AM Bus, ...
Und ein besonderes Erlebnis: die Callout-Boys ... die Jungs, die im Bus das Geld absammeln und immer aus der offenen Tür rausbrüllen, wohin denn die Reise geht. Sie klopfen dann immer am Bus: zweimal bedeutet fahren, einmal bedeutet stehen bleiben. Die Jungs sind auch sehr "mobil". Während der Fahrt wird mal außen am Bus nach oben geklettert, damit man auch oben das Geld absammeln kann. Dann kommt der wieder runter ... alles nur mit Flip-Flops.
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| Die Leute hier stehen auf Sticker und Aufkleber. |
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| Motorrad AM Bus. Das dort raufzuheben sah nach einer anstrengenden Arbeit aus. |
Bei der Fahrt hat man schon die Gelegenheit die hohen Berge in der Ferne zu bewundern. Obwohl man noch immer hunderte Kilometer von den 8000ern entfernt ist, sehen diese schon wahnsinnig mächtig aus.
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| Die Ganeis Range. |
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| Der Manaslu: 8163m hoch, der achthöchste Berg der Erde, von Kathmandu aus gesehen. |
Abends gabs in Besi Sahar dann einen kleinen Rundgang und ein gemütliches Abendessen. Danach begaben wir uns ins Bett. Der nächste Tag brachte uns die ersten 18km Wegstrecke, die wir zu Fuß zurücklegten.
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| Wir haben nicht hier gewohnt, aber gleich links daneben ;-) |
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| Kuhstall Nepali-Style! |
Mittwoch, 31.10. - Besi Sahar (ca. 800m) - Bahundanda (ca. 1310m) [Wegstrecke gesamt: 18km]
Die ersten 18 Kilometer Wegstrecke standen heute an. Jeder war im Prinzip gespannt darauf, wie es so wird, hier zu gehen. Für uns wars mal beeindruckend zu sehen, wie die Träger ihre Lasten am Kopf befestigen und dann tragen, ohne zu schwitzen bzw irgendwie zu wackeln. Ich denke uns würds einfach das Genick abreißen.
Der Trek führte uns langsam aus der "Stadt" raus in Richtung Bahundanda. Wir gingen die ganze Zeit auf kleinen Feldwegen umringt von Reisfeldern. Ab ca. 9 Uhr gesellten sich dann viele Kinder zu uns, die gerade am Weg zur Schule waren. Schule ist hier täglich außer samstags von 10 - 16 Uhr. Die Kinder sind dabei alle in Schuluniform gekleidet. Fein säuberlich rausgeputzt die Buben wie die Mädchen mit dunkler Hose bzw Rock und hellblauem Hemd bzw Bluse. Beinahe alle Kinder kamen uns dabei mit einem Lächeln entgegen und grüßten sofort mit einem freundlichen Namastè. Vor allem die ganz Kleinen falten dabei die Hände vor dem Gesicht, beugen sich leicht und sagen dabei sehr nett und höflich "Namastè". Das war für mich sehr faszinierend. Da ich ja vom Land komme, ist Grüßen für mich ja nichts Neues. Aber wenn man dann doch in Wien lebt für ein Zeiterl, dann wird Grüßen nicht mehr zur Selbstverständlichkeit. Aber hier aben sogar ganz kleine Kinder gegrüßt. Am schönsten war der Gruß eines kleinen Mädchens, geschätzt 1,5 Jahre alt, im Tragetuch am Rücken der Mutter. Auch diese kleine Maus hat schon die Hände gefaltet und gegrüßt. Sehr herzig kann ich nur sagen.
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| Durch das Tal zieht sich der Marsyangdi Nadi. |
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| Man merkt hier überall, dass einmal Gletscher bis ins Tal ragten bzw der Fluss viel Gletscherschliff transportiert. |
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| Manaslu von der Seite von Besi Sahar aus gesehen. |
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| Kinder am Schulweg. |
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| Marinca geht mit in die Schule. |
Selbst die ganz Kleinen dort können schon meist Englisch sprechen. So erzählte ein kleines Mädchen, 4-5 Jahre alt, dass sie an diesem Tag Mathe, Englisch und sowas in der Art wie Sozialwesen in der Schule hätten.
Obwohl der Tag eigentlich geprägt war vom Ausblick auf den Manaslu bzw den Peak 29 gab es viele andere Dinge, die für mich neu waren. Noch nie zuvor bin ich selbst durch Reisfelder gegangen oder habe soviele alte Hängebrücken überquert wie nun. Die Reisfelder sind wie Stufen in den Hang gehauen. Eine Stufe nach der anderen. An jedem freien Fleckchen Erde. Der Reis wurde gerade reif und geerntet. Die ganze Familie hilft dabei. Mit Sicheln werden die Reisbüschel abgeschnitten, danach zum Trocknen aufgelegt und ausgedroschen.
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| Schon etwas alt, aber hält noch immer. |
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| Marinca bei der Angstbewältigung! |
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| Peak 29 |
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| Manaslu und Peak 29 |
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| Deutsch findet man überall :( |
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| Reisfelder: so weit das Auge reicht nur Reis, der jetzt geerntet wurde. |
Nachdem wir unser Tagesziel viel früher erreicht hatten wie erwartet (schon um 14:35) wurde noch kurz die Wäsche gewaschen (also mal mit Wasser durchgedrückt) und aufgehängt. Dann gabs Tee und Sonne sowie später am Abend dann ein leckeres Abendessen :) Und weil ich es gerade im Tagebuch lese: ich muss hier wohl nur Marinca zu Gute die "Killerkuh" am Weg erwähnen. Ein harmloses Tier auf vier Beinen, das dort seelenruhig graste wurde in Marincas Augen wohl zu einem wilden Biest.
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| Die "Killerkuh" |
Donnerstag, 01.11. - Bahundanda - Tal (ca. 1680m) [34km]
Der Tag startete wie jeder auf unserem Trip: Schlafsack auslüften lassen, packen, Frühstück, Abmarsch. Diesesmal aber etwas später. Pasang (unser Guide) merkte, dass wir ein höheres Tempo haben und deshalb ließen wir uns entsprechend mehr Zeit in der Früh und gingen meist erst um 8 oder 8:30 los. Obwohl andere Gruppen früher starteten kamen wir meist trotzdem früher am Ziel an ;-)
Das Schlafen mit dem dicken Daunenschlafsack auf knapp 1500m muss noch geübt werden. Christian und ich haben eigentlich ab dieser Nacht, da der Schlafsack einfach viel zu warm ist, nur mit dem Schlafsack als Decke geschlafen. Nur ganz oben am Pass wars dann endlich so kalt im Zimmer (-5 bis -10 Grad), dass man angenehm im Schlafsack schlafen konnte. Marinca konnte diese Meinung nicht so ganz teilen, weshalb sie sich meist komplett in ihrem Schlafsack verkrochen hat.
Der Hike an diesem Tag war kaum anders zu dem davor. Langsam schlängelten wir uns dieses enge Tal rein und später rauf Richtung Tal, dass dann schon auf 1680m liegt. Was hier vielleicht etwas täuscht: es sind nicht nur 400 Hm rauf, sondern es waren insgesamt ca. 980 Hm rauf und 500 Hm runter. Man geht immer irgendwo rauf, dann runter zum Fluss, überquert diesen auf einer Hängebrücke, dann geht man auf der anderen Seite wieder nach oben. Und so geht das stundenlang. Wir nannten das nach dem ersten Tag dann "Nepali-Flat". Am Ende des Tages hab ich zu Christian eh schon gesagt, dass ich bei weiteren Überquerungen und dem Rauf und Runter einen Moralischen bekomm - das nimmt einem wirklich die Motivation. Aber wir waren dann ja doch bald in Tal.
Die Landschaft war aber wie am Vortag traumhaft. Wasserfälle, super Ausblick auf die Berge, der Fluss im Tal unten. Alleine das Rauschen des mächtigen Flusses drunten im Tal ist schon beeindruckend.
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| Der Wanderweg: hier einfach in den Fels gesprengt. |
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| Blick zurück nach Bahundanda. |
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| Bergfuchswerbung in Mitten von Nepal. |
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| Mulis: kein Tag verging ohne dass wir Mulis sahen. |
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| Wilde Bienen. |
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| Wasserfälle gibts hier viele. |
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| Und wieder eine Hängebrücke zum Queren. |
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| Kurz vor Tal münden zwei Flüsse ineinander: der Marsyangdi (rechts) und der Myard Khola (links). Oben entlang sieht man die neue Straße, die hier in den Fels gesprengt wird. |
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| Unsere kommenden Etappen: sind doch noch einige Schritte zu tun bis zum Pass auf 5416m. |
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| "Welcome to Tal". Grenze zum Manang Bezirk. Links unser Guide Pasang. |
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| Es gibt hier auch Pink! |
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| Ginger Honey Lemon Tee .... sehr geniales Gemisch! |
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| Warten auf das Abendessen in der Lodge. |
Freitag, 02.11. - Tal (1680m) - Danagyu (2200m) [44km]
Am nächsten Tag gings im Nepali-Flat Stil weiter in Richtung Danagyu. Es war mit knapp 10km Wegstrecke ein sehr kurzer Tag für uns. Deshalb machten wir auch schon recht früh Mittag: schon um 10:30 in Dharapani. Von dort aus waren es dann nur noch wenige Kilometer und ca. eine Stunde nach Danagyu. Ich hatte am ersten Tag Probleme mit dem Tragesystem vom Rucksack. Deshalb stellte ich dort beim Mittagessen dieses mal neu ein. Irgendwie gelang es mir, dass eine Stange des Systems verbogen war. Nachdem ich das wieder gerichtet hatte gings deutliche infacher weiter. Nach der langen Mittagspause und dem kurzen Marsch kamen wir dann schon so gegen 13:45 an unserem Ziel an. Obwohl es scheinen mag, dass es langweilig wird wenn man den gleichen Berg stundenlang ansieht konnte ich dennoch dort dann ca. eine Stunde lang nur auf den Manaslu und den Peak 29 schauen. Es ist einfach faszinierend wie hoch diese Dinger sind, wie mächtig die Gletscher dort oben sind, wie riesig die Seracs sind die ins Tal ragen und abbrechen. Beendet wurde der Tag mit einer leckeren Tomaten-Knoblauch Suppe (die hier auf diesen Höhen wirklich lecker war) und Dal Bhat. What else.
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| Schwindelfrei sollte man schon sein ... |
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| Von Tal kommend auf dem Weiterweg. |
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| Marinca wird wasserscheu, wenn dieses nur wenige Grad über 0 hat. |
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| Angekommen: relaxen in der Sonne. |
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| Chuli Range mit dem Manaslu dahinter (man sieht rechts den kleinen weißen Zipfel oben rausstehen. Das ist der Manaslu dahinter) |
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| Peak 29 und seine Konsorten. |
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| Unsere Unterkunft. |
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| Lesen und "Bergal schaun". |
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| Marinca verkriecht sich mit allem was sie hat in den Schlafsack ;-) |
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| Chuli Range und Manaslu im Sonnenuntergang. |
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| Die letzten Sonnenstrahlen am Peak 29. |
Samstag, 03.11. - Danagyu (2200m) - Chame (2670m) [56km]
Sonntag, 04.11. - Chame (2670m) - Ghyara (3680m) [75km]
Montag, 05.11. - Ghyara (3680m) - Ngawal (3660m) - Manang (3540m) [90km]
Von Ghyara weg gingen wir zuerst noch ca. 100Hm rauf, bevor es dann langsam aber kontinuierlich nach unten ging über Ngawal nach Manang, unserem Tagesziel. Mir ging es an diesem Morgen nicht sonderlich gut. Ich hatte mich die Tage davor verkühlt und hustete deshalb ziemlich stark. Auch merkte ich, dass meine Nebenhöhlen langsam verschleimt waren. Ich trank also nun regelmäßig Aspirin Complex und nahm andere Dinge. War nicht gerade fein auf der Höhe, und es sollte aber noch fast 2000m höher gehen.
Der Ausblick beim Gehen war genial: hinter uns der Peak 29 und der Pisang Peak. Vor uns und links von uns die gesamte Annapurna Range mit der AP II + IV, der AP III und der Gangapurna. Rechts von uns der Chulu East und Far East. Traumhaft. Zu Mittag in Ngawal gibs eine besondere Stärkung für Marinca und Christian: sie trauten sich über ein Yak Curry drüber. Ich war da etwas skeptisch und blieb bei einem gebratenen Reis. Und ich tat gut daran. Das Curry war so scharf, dass sogar Marinca anfing zu hyperventilieren (was wohl auch an der Höhe lag) und Christian hatte auch etwas zu kämpfen. Das Fleisch war jetzt auch nicht sonderlich gut. Zäher als ein Gummistiefel könnte man sagen.
Nach unserer Rast ging es am frühen Nachmittag in Richtung Manang. Es waren nur noch wenige Kilometer zu gehen. Diese aber entlang einer staubigen "Straße". Und da dort der Wind blies wie in einem Vogelkäfig konnte man kaum ohne Buff gehen. Der aufgewirbelte Staub war dann ganz gut für meinen Hals und meine Nase und die Nebenhöhlen. Ich hustete noch mehr. Später am Abend gabs dann für mich nur noch Tee, eine Zimtschnecke aus der Bakery, und ein Aspirin Complex. Der nächste Tag war ja der Tag zur Akklimatisierung, weshalb ich dachte, ich schaffe es vielleicht mit viel Ruhe und Wärme (ich saß immer brav angezogen in der Sonne) die Erkältung loszuwerden. Denkste. Nix da. Ich fing dann mal an alle Beipackzettel zu lesen von den Medikamenten die ich so dabei hatte. Marinca bekam mal Mefenabene von mir, da sie starke Schmerzen an der Achilissehne hatte. Ich las mir zig-mal den Beipackzettel des Breitbandantibiotikums durch, entschloss mich dann aber dennoch, es nicht zu nehmen. Aber das ist eine andere Geschichte.
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| Annapurna III (7555m) und dahinter Gangapurna (7454m) |
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| Blick zurück nach Ghyara und dem Peak 29. |
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| Annapurna III |
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| Blick ins Tal von Manang: links Annapurna III und Gangapurna. Weiter hinten Khangsarkang, Terekhang und Tilicho. Unten im Tal Humde und danach Manang. |
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| Gebetsmühlen beim Eingang von Manang. |
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| Eisflanke und Eiskappe der Gangapurna. |
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| Pisang Peak (6091m) |
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| Yaks im Tal von Manang. |
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| Annapurna Special Herbal Tea. |
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| Stadttor von Manang. |
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| "Na welche Leckerlies nehmen wir denn heute?" |
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| Sonnenuntergang über der Gangapurna. Im Vordergrund der Gangapurna Gletscher. |
Dienstag, 06.11. - Manang (3540m) (Akklimatisierung): Ausflug zum Gangapurna Gletscher (ca. 3800m)
In dieser Nacht hatten wir zum ersten Mal Frost im Zimmer, also doch deutlich unter Null Grad. Christians Trinkschlauch war zumindest schön zugefroren. In der Früh hat es dann in Manang so um die -5 Grad und unter Tags reichen die Temperaturen sicher bis an die 20 Grad. Also immer arge Unterschiede, vor allem wenn man dann noch in der Sonne geht. Dann sind kurze Hosen und T-Shirt nicht fehl am Platz. Aber sobald die Sonne weg ist, ists gleich wieder kalt.
Mir ging es wenig bis kaum besser mit meiner Nase bzw den Nebenhöhlen, warum ich dann auch entschied, das BBAB zu nehmen. Ich hatte Angst auf der Höhe eine Nebenhöhlenentzündung zu bekommen. Es hat dann geholfen dass es nicht mehr schlimmer wurde. Wirklich viel besser wurde es kaum, zumindest an den ersten Tagen.
Wir gingen an diesem Tag nur eine kleine Tour rauf zum Gangapurna Gletscher um die Gangapurna und deren mächtiges Eisschild zu bewundern. Die Tour war recht kurz. So ca. 400Hm rauf in zwei Stunden. Also sehr gemütlich. Wir haben dann dort oben einen kleinen Snack zu uns genommen: Zimt und Schokoschnecken aus der Bäckerei von Manang und Masala Tee. Ein Traum!
Von dort oben sahen wir auch zum ersten Mal unser Ziel: den Thorong Peak und den Pass, der dahinter liegt. Es sah schon irgendwie zum Greifen nahe aus, doch waren es noch immer 1700Hm mehr und ein langer Weg bis dort hin. Bis Manang haben wir ca. 90km hinter uns, also etwas weniger als die Hälfte des Trips.
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| Die Eisflanke der Gangapurna im Sonnenaufgang. |
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| Drehhornziegen: die Lieblingsspeise der Schneeleoparden. |
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| Die Straßen von Manang. |
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| Brückenbaukunst made in Nepal. |
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| Gangapurna See mit dem Tilicho dahinter. |
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| Das Tal von Manang. |
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| Manang von der Gangapurna aus gesehen. |
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| 3800m und Marinca kann noch lachen und Steinmännchen bauen. |
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| Unser Ziel: zwischen diesen Peaks (links Thorong Peak (6144m) und Syagang (6026m) und dem Yakwakang (6482m) rechts) liegt der Thorong La (5416m) |
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| "Boah, was für ein Berg" |
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| Die Chulu Range hinter Manang: Chulu West, Chulu Central und Chulu East |
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| Identifizierung mit dem "Feind": v.l.n.r. Dilip, Prakas, Pasang, Ich, Christian |
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| Gangapurna und Gletscher. |
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| "Briefkasten" oder so ähnlich |
Mittwoch, 07.11. - Manang (3540m) - Yak Kharka (ca. 4000m) [99km]
Die folgenden Tage waren nun alle ähnlich: wenig Wegstrecke, immer so an die 400 bis 500 Höhenmeter, die wir meist so gegen 11 runtergebogen hatten. Wir wollten an diesem Tag eigentlich bis Letdar kommen, bis auf 4200m. Aber da es mir nicht gut ging, blieben wir in Yak Kharka bereits stehen, also auf knapp 4000m. Ich hatte dort solche Schmerzen im Vorderkopf und in den Nebenhöhlen von der Verkühlung, dass ich einfach nicht mehr weiter konnte. Was hier zu erwähnen sei: Marinca bot mir auf ca. 3900m an, Sachen aus meinem Rucksack zu tragen! Ich wusste echt nicht, was ich sagen sollte. Das ist mir noch nie passiert mit ihr und wird mir wohl auch nie mehr passieren. Pasang "verschrieb" mir dann Knoblauchsuppe ohne Ende und nur noch heißes Wasser. Das half eigentlich ganz gut. Schon am Nachmittag ging es mir dann deutlich besser und auch an den Folgetagen merkte ich recht wenig von den Schmerzen. Lediglich die Knoblauchsuppe hing Christian und mir schon mehr als nur raus. Das war keine Tomatensuppe mit Knoblauch, sondern das war gehackter Knoblauch, dick eingekocht, mit etwas rotem Saft einer Tomate drüber. Zum Glück waren keine anspruchsvollen Mädls dabei, denn diesen Knoblauchgeruch hielt niemand lange aus. Aber es hilft nun mal gegen die Höhenkrankheit, hilft dem Herz-Kreislauf-System.
Der Weg rauf war eigentlich wenig anstrengend. Man geht langsam höher und hat andauernd die Annapurna Range und den mächtigen Gangapurna Gletscher im Rücken.
Am Nachmittag nach dem Essen gabs dann wieder eine kleine Tour etwas weiter rauf. Ganz unter dem Motto der Briten: Climb high, sleep low.
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| Marinca ist verwundert über den geänderten Aggregatszustand des Wassers im Handtuch. |
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| Traumhaftes Panorama: AP II + IV, III und Gangapurna im Hintergrund. |
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| Unsere Unterkunft für diesen Abend. |
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| AP II und IV im Sonnenuntergang. |
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| Yaks auf den "Wiesen" rund um Yak Kharka. |
Donnerstag, 08.11. - Yak Kharka (4000m) - Thorong Phedi (Base Camp, 4540m) [106km]
Aufsitzen, mal drauf klopfen, etwas schütteln ... so startete der Tag. Aber der Kopf fühlte sich gut an. Das heiße Wasser auch in der Nacht half wirklich die Nebenhöhlen frei zu bekommen. Wir gingen dann an diesem Tag in einem Schneckentempo (Pasang wollte das wirklich sehr langsam angehen) in Richtung Thorong Phedi, unserem Ausgangspunkt für die Passüberquerung.
Ab 4000m gibts dann bald nix mehr aufregendes zu sehen. Die Flora auf dieser Höhe lässt dann schon zu Wünschen übrig. Wenig bis gar kein Gras. Nur noch so struppige Büschel. Der Ausblick veränderte sich eigentlich auch kaum: die AP im Rücken und die Gipfel des Thorong Peaks vor uns. Das war nun der letzte Tag, an dem wir die AP Range sahen. Nach der Überquerung sieht man dann nur noch die Dhaulagiri Range und erst viel später wieder die AP Range, aber von der Südseite.
Wir gingen dann bis zum Base Camp, aßen dort zu Mittag und ruhten uns ein wenig aus. Christian und ich gingen dann am Nachmittag schon etwas weiter den Weg nach oben, der sich in engen Serpentinen Richtung High-Camp rauf schlängelt. Gute 150Hm machten wir dort als kleine Akklimatisierungstour. Dabei hatten wir dann einen super Ausblick zurück auf die AP und auf die gegenüberliegende Chulu Range.
Abends gabs noch die letzten Anweisungen für den nächsten - den wichtigsten - Tag: Tagwache ca. 3:20, Frühstück um 3:45 und Abmarsch um 4:00. Grund: Der Wind!!! Sobald hier auf der Höhe die Sonne hoch steht und die Luft in den Tälern aufheizt, gibt es einen Sog nach oben und es zieht in den höher gelegenen Tälern und am Pass wie in einem Vogelkäfig. Dem wollten wir entkommen und versuchten deshalb so früh wie möglich zu starten. Laut Pasang brauchen wir ca. 3 - 3,5 Stunden rauf bis zum Pass und dann weitere 3 Stunden runter bis nach Muktinath. Also hieß es früh schlafen zu gehen, was eigentlich dann eh nicht funktionierte, zumindest für mich nicht. Ich schlief trotzdem erst so gegen 11 oder 12 ein. Also gabs nur knappe 3 Stunden Schlaf.
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| Pasang und Christian im Aufstieg nach Thorong Phedi. |
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| Die letzten Ausblicke auf die AP Range. |
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| Das enge Tal bis nach Thorong Phedi. |
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| Endlich: Thorong Phedi liegt vor uns. |
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| 4540m. So hoch hab ich meine Körper davor noch nie bewegt. |
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| Nachmittagsausflug: ohne Windstopper, Buff und Handschuhen ist man hier verloren. |
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| Gefahrenguttransport mit Mulis über den Pass. |
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| Der Chulu West (6419m) |
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| Trekkingpfade am gegenüberliegenden Hang, die zum Chulu Base Camp führen. Na vielleicht geh ich da ja in Kürze wieder mal rauf ;-) |
Freitag, 09.11. - Thorong Phedi (4540m) - High Camp (4850m) - Thorong La (5416m) - Muktinath (3760m) [121km]
Der große Tag war gekommen. Der wichtigste Tag des Trips an sich. Die Überquerung des höchsten Passes der Welt. Nach einer etwas schlaflosen Nacht gabs ein kurzes Frühstück, bevor wir dann um ca. 4:30 (viel später als geplant) in Richtung Pass aufbrachen. Draußen war es finstere Nacht und die Temperatur lag bei knackigen -10°C. Der Weg rauf führt zuerst über diese engen Serpentinen, bevor man dann auf 4850m im High-Camp ankommt. Diese ersten 310Hm überwindet man in ca. einer Stunde, wenn man flott geht. Von dort aus zieht sich dann der ganze Trek etwas in die Länge. Es sind ja doch noch 6km Wegstrecke vor uns und ca. 600Hm). Mit Stirnlampen bewaffnet geht man dann dort auf einer Art Hochebene langsam höher. Immer so leicht nach oben, über einen Hügel und dann wieder ein bisschen runter, bevor man dann den gegenüberliegenden Hügel erklimmt. So zieht sich das Hügel für Hügel weiter. Vorbei am letzten Tea-House auf 5080m und dem Hubschrauberlandeplatz gehts dann die restlichen 400Hm nach oben. Und das zieht sich einfach. Wenn man den Vergleich hat, wie einfach 400Hm auf 2000m zu gehen sind und wie schwer diese auf 5000m zu überwinden sind, kommt einen echt das Kotzen. Man glaubt man steht. Man macht kleine Schritte, schnauft, und es geht einfach nichts weiter. Langsam dämmerte auch der Morgen über den Chulu West herein und erleuchtete die Peaks für uns in einem schönen Morgenrot. Eine ganz besondere Stimmung auf 5200m. Als ich dann gefühlt schon mindestens 3 mal über den Pass gelaufen war fragte ich Pasang einmal, wie hoch wir denn sind. Er meinte nur kurz und bündig: 5270m :( Noch immer 150 Hm vor uns und vor allem viel an Wegstrecke. Noch immer ca. 3 km.
Aber endlich, so gegen 8 Uhr morgens sah man in der Ferne die Gebetsfahnen des Thorong La wehen. Das wirkt dann ein bisschen wie ein Turbolader. Wenn man ein greifbares Ziel vor Augen hat, fällt vieles wieder leichter und man geht schneller.
Um kurz nach 8 Uhr morgens Ortszeit war es dann soweit. Gemeinsam standen wir alle am höchsten Punkt unseres Trips: auf 5416m, dem höchsten Pass der Welt. Noch nie zuvor war ich so hoch gekommen, noch nie zuvor hatte ich so dünne Luft geatmet und noch nie zuvor wusste ich, wie anstrengend das sein kann. Ich kann nur sagen: ein überwältigendes Gefühl. Trotz aller Strapazen.
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| Abmarschbereitschaft hergestellt. |
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| High-Camp auf 4850m. |
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| Dammerung über der Chulu Range. |
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| Die Peaks vor uns tauchen langsam in die Morgensonne ein. |
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| Langsam schlängelt sich der Weg nach oben. |
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| Still a long way to go ... hmpf |
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| Endlich: die Gebetsfahnen und der Pass!!!!! |
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| Thorong La: 5416m ... der höchste Pass der Welt. |
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| Unsere Gruppe: Dilip, Pasang, Prakas, Ich, Marinca und Christian. |
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| Auch Manner kam mit auf den Berg ;-) |
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| Das letzte Foto von Ducky: das kleine Entchen weilt nun auf 5416m Höhe unter den Gebetsfahnen vergraben. |
Nach einem kurzen Snack (Manner und Tee) auf 5416m ging es dann so gegen 8:30 auf der anderen Seite des Passes runter in Richtung Muktinath. Nach knapp 1000m im Aufstieg lagen nun 1700m im Abstieg vor uns. Was sofort auffiel, war die karge Landschaft auf der anderen Seite des Passes. Man hat weite Täler, die aber total karg sind, keine Pflanzen, keine Bäume. Nur Felsen, Geröll und Steine. So sollte diese Landschaft auch durch bis nach Muktinath sein. Also hier an dieser Stelle nicht viel zu beschreiben. Der Abstieg an sich war recht anstrengend. Erstens hatten wir schon knapp 1000m im Aufstieg in den Beinen, und zweitens war der Abstieg recht unangenehm durch das viele Geröll. Doch das Atmen fiel wenigstens immer leichter. Wir erreichten aber sicher zu Mittag Muktinath, wo es dann einmal Essen gab und nach einer kurzen Rast eine Dusche, Wäsche waschen und eine kleine City-Tour.
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| Vom Pass aus sieht man die Berge von Tibet. |
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| Die Landschaft ist karg, zu karg. |
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| Rast: Tibetisches Brot und hartgekochte Eier. Marinca liebte sie. Im Hintergrund der Beginn der Dhaulagiri Range. |
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| Taking a rest. |
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| Where to go? |
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| Dhaulagiri: 8167m hoch, der siebthöchste Berg der Welt (Wiki) |
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| Einfach ein wunderschöner Berg. |
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| Muktinath liegt im Tal vor der Dhaulagiri Range. |
Samstag, 10.11. - Muktinath (3760m) - Kagbeni (2850m) [131km]
Nach einem netten Abend mit Bier (Everest) und einem Yak Burger (endlich mal wieder ein bisschen Fleisch) gings dann sehr früh weg Richtung Kagbeni. Kagbeni ist der windigste Ort in ganz Nepal und wir wollten diesem Wind nicht unbedingt die Stirn bieten müssen. Deshalb versuchten wir so früh wie möglich dort in Kagbeni zu sein, was uns auch gelang. Wir waren schon so gegen 10:30 in Kagbeni.
Der Abstieg von Muktinath an sich ist kein Problem mehr. Man geht beinahe immer entlang von Wegen bzw Straßen und hat rechts von sich eine tiefe Schlucht und links von sich den Ausblick auf den Dhaulagiri. Die Vegetation (sofern sie denn vorhanden ist) unterscheidet sich total von jener auf der anderen Seite des Passes. Hier gibts nur ein bisschen Gras und ganz kleine Büschel - so kleinere Stauden bzw Sträucher. Ansonsten ist die Landschaft geprägt von Steinen, Wind und Staub. Dieses Seite des Passes ist früher einmal Meeresboden gewesen. Man geht laufend auf Schotter und Sand und wenn man Glück hat, findet man auch Muscheln und andere Schalentiere die in den Steinen verewigt worden sind.
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| Am Weg vonMuktinath nach Kagbeni: es war arschkalt in der Früh! |
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| Ein nepalesischer Eislaufplatz in ungewohnter Exposition. |
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| Landschaft rund um Muktinath. |
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| Kleiner Teich mit Seifenlauge als Inhalt. |
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| Leere Reisfelder. |
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| Meeresboden auf 3600m. |
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| Das weite Tal bei Kagbeni: windig ist es hier immer! |
Nachdem wir in Kagbeni angekommen sind, haben wir mal Quartier bezogen und ein wahnsinnig leckeres Mittagessen zu uns genommen. Der Koch dort war der HAMMER! Das Special-Annapurna-Steak bzw das Annapurna-Chicken ... ein Traum. Am Nachmittag gings trotz des Windes dick eingepackt in Windstoppermaterialien auf eine kleine Stadttour bzw in den Upper Mustang District rein. Dieser Bezirk ist eigentlich gesperrt für "normale" Touristen. Man benötigt ein eigenes Permit damit man diesen Bezirk betreten darf. Grund dafür ist der andere Lebensstil dort bzw die komplett andere politische Einstellung. Upper Mustang liegt nahe an Tibet und hat einen sehr hohen Anteil an Tibetern. Außerdem ist es der letzte Bezirk, der einen repräsentativen König hat. Dieser hat eben keine Macht, wird aber vom Volk dennoch respektiert und dient als Herzeigeobjekt. Das weite Tal in Richtung Upper Mustang rein darf mit einem Guide aber dennoch bis Tiri, einer kleinen Stadt gleich hinter der Grenze besichtigt werden.
Wir sind dann dort rein und haben eigentlich nichts anderes gemacht, als stundenlang im Flussbett Steine angeschaut. Klingt jetzt fad, ist aber durchaus lustig gewesen. Wir haben nach eingeschlossenen Schalentieren gesucht, die wir auch gefunden haben.
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| Etwas niedrig geraten dieser Durchgang. |
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| Aja, ein "Yac-Donalds". |
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| Das weite Tal nach Tiri rein. |
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| Steine soweit das Auge reicht. |
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| Klarer Fall: ein Mustanguemus-Eius-Christianus, ausbrüten und schon hat man einen nepalesichen Dinosaurier zu Hause. |
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| Dancing-Christian. |
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| Etwas dürftige Brücken, aber sie halten ;-) |
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| Annapurna Special Chicken. Die Sauce war ein Wahnsinn. |
Sonntag, 11.11. - Kagbeni (2850m) - Marpha (2670m) [146km]
Der Tag darauf startete recht früh: wir gingen schon gegen 7 los um dem Wind zu entkommen, da wir doch einen 15km Marsch vor uns hatten, der uns den ganzen Tag nur durch dieses weite Tal leiten würde. Im Prinzip gibts über diesen Tag nicht viel zu sagen: es gab viel Wind, viele Steine, viel Staub, ach ja, und den Dhaulagiri zur Rechten und den Nilgiri zur Linken. Das wars eigentlich schon, was den Weg betrifft.
In Marpha wollten wir dann die Distillery besichtigen, da Marpha ja für seine Äpfel und die gebrannten Flüssigkeiten daraus bekannt ist. Aber die Distillery hatte irgendwie schon zu bzw fand sich dort nix, was interessant wäre. Wir haben dann Marpha an sich angeschaut, die lokale Monastry besucht und einen Schokokuchen verkostet. Was zu erwähnen sei, ist das Essen: wir haben abends dann die Chicken-Sizzler und Yak-Sizzler Platten gegessen. Serviert wird das Ganze auf einem brennheißem Stahlteller, übergossen mit Rum und brennend. Sehr geil kann ich nur sagen.
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| Nilgiri North: 7061m hoch. |
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| Blick zurück nach Kagbeni. |
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| Welch eine Abwechslung in der Landschaft. |
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| Seitental welches in Richtung Nilgiri Himal und Annapurna zieht. |
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| Tja, windig wars, damit haben sie sicher recht. |
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| Buddhaaugen: Big-Brother is watching you ;-) |
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| Marpha: der Baustil hier ist komplett anders als davor auf der anderen Seite des Passes. |
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| Marpha. |
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| Yak-Sizzler Steak |
Montag, 12.11. - Marpha (2670m) - Kalopani (2530m) - Ghasa (2010m) [170km]
Der nächste Tag startete wieder so früh. Erstens weil wir wieder dem Wind aus dem Weg gehen wollten und zweitens, weil es doch 24km waren, die wir an diesem Tag zurücklegen mussten. Von Marpha aus folgt man zuerst dem Tal weiter in Richtung Kalopani (schwarzes Wasser), bis sich kurz dort davor das Tal mit einem Seitental schneidet. Ab dort gab es dann keinen stürmischen Wind mehr. Zum Glück. Landschaftlich änderte sich am Vormittag noch wenig. Dhaulagiri und der Nilgiri Himal waren dauernde Begleiter. Als wir dann in Kalopani Halt machten und aßen, war die Landschaft schon etwas anders. Wieder mehr Bäume und Sträucher.
Am Nachmittag, wir hatten bereits ca. 17km hinter uns, nahmen wir also die restlichen 7km in Angriff. Leider war das Wetter hier nicht mehr so gut. Es war bewölkt, regnete aber zum Glück nicht. Jedenfalls verwehrten uns die Wolken den Blick auf die Annapurna I (8091m hoch). Die Landschaft von Kalopani nach Ghasa runter änderte sich dann laufend. Es wurde wieder so ähnlich wie in Bahundanda und Tal. Viele Bäume, viele Sträucher, langsam kamen auch Blumen und Riesen-Weihnachtssterne zurück.
In Ghasa trafen wir dann wieder auf unsere Kollegen aus der Schweiz, die wir schon vom Abend davor kannten. Mit denen verbrachten wir dann einen recht lustigen Abend mit Karten spielen, Bier und Rum.
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| Dhaulagiri in Wolken. |
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| Nilgiri Central and South: 6940m und 6939m hoch. |
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| Ich ging da gar nicht drüber sondern gleich durch den Bach. |
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| Ich weiß nicht, wer mehr Angst hat. Aber das kleine Kalb zeigt Interesse an Marnica. |
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| Baukunst in Nepal. |
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| Jaja, der Ghasa-Streifen. |
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| Behausung in Ghasa. |
Dienstag, 13.11. - Ghasa (2010m) - Tatopani (1190m) [184km]
Mit dieser Etappe schlossen wir unseren Trek ab. Die 17km von Ghasa nach Tatopani waren die letzten, die wir wirklich im Trek bewältigten. Der Rest danach war dann gemischt mit Taxi und Bus. 17km und knapp 800 Höhenmeter runter, wieder auf 1200m war das Tagesziel. Es wurde nun schon wieder recht warm, und man konnte nur mit T-Shirt und kurzer Hose gehen.
Die Landschaft war nun wieder richtig interessant: Bananenstauden, Orangenbäume, Limettenbäume. Und noch dazu wandert man an dieser Stelle durch die tiefste Schlucht dieser Welt: das Tal zwischen Dhaulagiri (8167m) und der Annapurna I (8091m) wird als diese bezeichnet. Sieht jetzt aber nicht so spektakulür aus, wie man sich vorstellen könnte. Ist halt ein Tal ;-)
Was hier dann wieder an der Tagesordnung stand: Wasserfälle! Überall kamen wieder kleine Wasserfälle runter. Es war also wieder abwechslungsreich und man hatte was zum Schauen. Noch dazu sahen wir dann bei traumhaftem Wetter endlich auch die Annapurna I von Süden aus und die Nebengipfel: Annapurna Süd und Bharha Chuli.
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| Wasserfälle entlang des Weges. |
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| Anlässlich der Feierlichkeiten: geschmückte Hängebrücken. |
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| Bharha Chuli (7647m). |
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| Annapurna South (7219m). |
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| Annapurna I (8091m). |
In Tatopani angekommen war für uns also der Trip "endgültig" vorbei. Wir verbrachten mal einige Stunden in der Lodge mit Essen, Wäsche waschen und Tagebuch schreiben, bevor wir dann gegen Abend hin zu den heißen Quellen gingen. Tatopani heißt ja "heißes Wasser" - und das stimmt auch. Dort sprudelt das Wasser beinahe brennheiß aus dem Berg und es muss zuerst mit dem Wasser das vom Berg kommt gekühlt werden, bevor sie die knapp 40 Grad heiße Brühe ins Becken lassen. Aber nach einem anstrengenden Tag und vor allem bei diesen Außentemperaturen (es hatte abends so um die 10 Grad) war das heiße Bad ein Traum. Christian und ich ließen es uns dann auch nicht nehmen, ein Bier darin zu genießen.
Am Abend gabs in Tatopani dann große Feierlichkeiten anlässlich der buddhistischen Feiertage (wohl die höchsten religiösen Feiertage im Jahr). Dazu führten Kinder Tänze auf und sangen dazu.
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| Ein verdientes Ghorka Bier. Sehr gutes nepalesisches Bier! |
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| Die heißen Quellen mit Kühloption von oben. |
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| Tänze der Kinder. |
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| Opfergaben vor den Türen. |
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| Opfergaben. |
Mittwoch, 14.11. - Tatopani - Beni - Pokhara
Die schweren Bergschuhe wieder gegen die leichten Trail-Running-Schuhe getauscht ging es am Morgen per "Taxi" von Tatopani nach Beni und von dort dann per Local-Bus wieder zurück nach Pokhara, wo wir dann einen Tag blieben und dann zurück nach Kathmandu flogen.
Die Taxifahrt war aber der Hammer. Ein Uralt-Toyota, Vierganggetriebe, etwas gepimpt. ;-) Die Fahrt war einfach lustig. Erstens wegen der "Straßen" an sich - ich glaub wir wären zu Fuß schneller gewesen - und zweitens wegen der anderen "Verkehrsteilnehmer", die in den tiefen sandigen Löchern einfach stecken geblieben sind. Dazu gibts ein super Video von Christian. Wenn ich das hab, stell ich das online. Die Busfahrt an sich war dann auch nochmal lustig: wir hatten endlich die von Marinca geforderten Tier an Board. Hühner in Schachteln direkt vor uns links neben dem Fahrer. Da Christian und ich in der ersten Reihe hinter dem Fahrer saßen hatten wir nicht nur öfters die Gesichtsbremse aktiviert, wenn der Typ gefahren ist, sondern wir hatten auch das etwas überlaute "Signalhorn" (als Hupe würde ich das nicht mehr bezeichnen) im Ohr. Das Ding war so laut, dass man eigentlich mit Oropax dort sitzen hätte sollen.
Ansonsten gibts zu diesem Tag nix besonderes zu sagen. In Pokhara gabs dann mal ein Bier und einen kleinen Stadtrundgang. Die Stadt an sich ist viel sauberer als Kathmandu und hat auch sonst irgendwie mehr zu bieten. Da sie nahe am See liegt, hat man dort auch eine Möglichkeit etwas ans Wasser auszuweichen. Pokhara an sich ist voll von kleinen "Bergfuchsläden", die alle Trekking-Zeugs verkaufen. In allen Farben, Formen und von allen Marken. Nach einem super Abendessen dort gings zurück ins Hotel: und das war diesesmal wirklich ein Hotel. So mit allem, was man haben will: Dusche im Zimmer, ein Fernseher, Balkon, Bett mit Decken. Nach den letzten 20 Tagen ohne jeglichen Komfort eine willkommene Abwechslung, wenn wirklich heißes Wasser aus der Wand kommt und man sich nicht draußen irgendwo waschen muss.
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| Unser Taxi! |
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| Chelsea und Barca Sticker auf einer Scheibe? |
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| Sportlenkrad ;-) |
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| Sicherheitsgurte: 27-Punkte-Gurte. |
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| Hühner im Bus. |
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| Das Tal von Pokhara: hier wurde auch gerade der Reis geerntet. |
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| Nepal Ice: sehr gutes aber sehr starkes Bier. |
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| Need anything? |
Donnerstag, 15.11. - Pokhara - Rückflug Kathmandu
Bevor wir zurück nach Kathmandu flogen, gab es in Pokhara noch eine kleine Tour. Wir schauten uns den Devils Fall an, ein Fluss, der in der Stadt im Prinzip einfach versickert, nachdem er durch ein Loch im Boden in eine unterirdische Grotte stürzt. Nach einer kurzen Taxifahrt durch die Stadt fuhren wir dann noch auf den Aussichtsberg über Pokhara, wo ein Tempel hoch über der Stadt steht. Sehr schön das Teil. Von dort hat man auch einen super Ausblick über ganz Pokhara und vor allem auch die komplette Bergkette dahinter. Von links nach rechts sieht man dort den Dhaulagiri, den Nilgiri Himal, danach die komplette Annapurna Range mit AP I, Süd, Gangapurna, III, II + IV, danch den Lamjung Himal usw. Sehr lässig.
Nach einem Mittagessen in der Stadt hieß es dann für uns Sachen packen und Aufbruch in Richtung Flughafen. Dort verabschiedeten wir uns dann von unserem Guide Pasang, der uns in den letzten 20 Tagen nicht nur ein guter Guide war, sondern auch ein lässiger Freund geworden ist. Der Rückflug mit der kleinen Turbopropmaschine war ganz angenehm. Und obwohl wir davor noch darüber scherzten, gab es wirklich an Board ein Full-Service: Süßigkeiten, Getränke, Erdnüsse. Und das auf einem 20 minütigem Flug.
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| Devils Fall: hier verschindet der Fluss. |
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| Die Grotte unter dem Devils Fall. |
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| Hoch über Pokhara: der Tempel. |
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| Annapurna I |
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| Machhapuchhre (6997m) |
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| Annapurna IV and II |
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| Pokhara von oben betrachtet. |
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| Pasang ist übrigens wasserscheuh und kann nicht schwimmen. |
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| Die Yeti Airlines brachte uns zurück nach Kathmandu. |
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| Ein letzter Blick auf "unsere" Berge der letzten Wochen. |
ab 15.11. - Kathmandu
Nach unserem Trip hatten wir noch zwei Tage in Kathmandu, bevor wir dann zurück nach Wien flogen. Ein Tag ging für Shopping, Postkarten und Souvenire drauf. Der andere wurde dazu verwendet, um nach Patan zu fahren.
In Patan steht die größte Tempelansammlung in Kathmandu Valley, mit dem alten kaiserlichen Palast und zig anderen darum herum gebauten. Dieser gesamte Bereich dort ist zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt worden. Es ist schon ein Wahnsinn wenn man sieht, wie detailverliebt diese Tempel vor hunderten von Jahren gebaut wurden, welche Meisterwerke dabei aus Stein und Holz entstanden sind. Aber spätestens nach dem zehnten Tempel gibts nichts mehr neues zu sehen.
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| Das Postkartenrätesl für Veronika und Daniel erforderte genauere Planungen. |
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| Aja, ich weiß zwar nicht genau warum, aber ich musste 565 NPRs zahlen. |
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| Patan: Durbar Square. |
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| Tempelanlagen in Patan. Rechts der kaiserliche Palast. |
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| Steinfiguren vor den Palästen und Tempeln. |
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| Wer braucht etwas Reis bzw Linsen oder Kichererbsen? |
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| Die Türen sind dann doch nicht so hoch. |
So endete dann also auch unser Trip in Nepal. Ich kann es nur jedem empfehlen so einen Trip zu machen. Man sieht nicht nur eine andere Landschaft und hohe Berge, sondern man lernt auch andere Kulturen kennen und sieht, wie andere Menschen mit ganz wenig Hab und Gut glücklich sind, ohne andauernd nach mehr zu streben. Das ist eigentlich das faszinierenste gewesen, zu sehen wie Menschen mit ganz wenig zufrieden sind. Aber diese Leute haben etwas anderes, was wir nicht mehr haben: Zeit! Zeit für alles was sie wollen.
Alle Fotos sind hier zu finden:
Annapurna Circuit November 2012
So long,
Harald
PS: Copyright der Fotos liegt gemischt bei Christian, Marinca und mir :-P
PPS: wie immer ... wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten!